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Presse:

 

  
  Workshop für junge und schon etwas ältere „Neu-Gärtner“

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt vom 1. Juni 2024

Fried Schreiber vom Obst- und Gartenbauverein Neu-Anspach hatte bereits im Vorfeld viel Zeit investiert, um am vergangenen Samstag sowohl jungen Gärtnern am Vormittag als auch älteren Anfängern am Nachmittag das Sähen, Pikieren und Pflanzen von Salat und Gemüse näherzubringen.
Leider war das Interesse nicht groß. Lediglich zwei Jungs kamen vormittags in Begleitung in den wunderschönen Garten von Fried Schreiber und Manfred Henrici nach Rod am Berg und auch bei den Erwachsenen waren nur 2 Personen mit Eifer bei der Sache. Um den Kindern, die begeistert mitmachten, die verschiedenen Schritte zu vermitteln, wurden zunächst Töpfe mit Anzuchterde gefüllt und im jeweils eigenen Topf Kohlrabi, Salat, Ringelblumen und Sonnenblumen gesät. Dann kam der nächste Schritt. Wenn die Pflänzchen aufgegangen sind und 4 Blätter haben, kann pikiert werden. Selbstverständlich hatte Fried Schreiber das alles schon vorbereitet. Viele Schalen mit Salaten, Kohlrabi, Mangold, Roter Bete und anderem standen bereit. Wieder wurden Töpfchen sachgerecht mit den mitgebrachten Schaufeln nun mit Pflanzerde gefüllt bevor mit einem Setzholz Salat- und Kohlrabipflanzen in die Erde kamen. Auch große Kohlrabipflanzen in blau und weiß sowie eine „Überraschungspflanze“ (Rote Bete), die zu Hause schon ins Beet gepflanzt werden können, hatte Fried Schreiber für die kleinen Gärtner bereit. Nun mussten noch alle Töpfchen angegossen werden. Zu Hause werden die beiden Jungs sicher genau verfolgen, wie die Samen aufgehen und ihre Pflanzen wachsen. Und selbst gezogenes Gemüse schmeckt natürlich viel besser als gekauftes! Zum Abschluss gab es noch eine Laugenbrezel zur Stärkung und etwas zu trinken. Den beiden hatte es jedenfalls viel Spaß gemacht, sehr schade, dass nicht mehr Kinder mit ihren Eltern zu dieser Veranstaltung gekommen sind. Bei der Nachmittagsveranstaltung für Erwachsene vermittelte Fried Schreiber außer dem praktischen Teil wie am Vormittag noch viele theoretische Tipps, die er sich bei seiner leidenschaftlichen Gartenarbeit selbst angeeignet hat.

Die nächste Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach wird nach der Teilnahme am Aktionstag am 2. Juni 2024 und am Festzug am 9. Juni 2024 anlässlich „750 Jahr Anspach und Westerfeld“ die Tagesfahrt zur Mohnblüte in Meißner-Germerode am 29. Juni 2024 sein. Diese Fahrt ist allerdings bereits ausgebucht.



Sigrid Wiesner
 

  
  Effektive Mikroorganismen im Garten

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt vom 4. Mai 2024

Mehr als 20 interessierte Gärtnerinnen und Gärtner waren auf Einladung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach ins Bürgerhaus gekommen, um von Karin Zwermann zu erfahren, wie man mit Hilfe von EM – Effektiven Mikroorganismen die heimischen Pflanzen beim Wachsen unterstützt und bessere Erträge erzielt.
kazwDie leidenschaftliche Gärtnerin ist EM-Beraterin und arbeitet seit 2006 mit EM, die ursprünglich aus Japan kommen. EM ist eine vielfältige Mischung unterschiedlicher Bakterien, die gezielt positive Mikroorganismen fördern und schädliche Keime unterdrücken. Diese kleinen Helfer mit großer Wirkung sind zu 100 % natürlichen Ursprungs. Karin Zwermann gab viele Anregungen und Ideen für zu Hause aus ihrer jahrelangen Erfahrung. Schon zu Jahresbeginn düngt sie ihre Beete mit organischem Dünger und Urgesteinsmehl. Wenn dann im Frühjahr durchgängig Tag und Nacht Temperaturen von 6 – 8 °C herrschen, ist es Zeit für das Gießen mit Effektiven Mikroorganismen. Dieses Substrat wird stark mit Wasser verdünnt und auf nassem Boden, gern auch bei Regen, ausgebracht. Dieser Bodenhilfsstoff, der kein Dünger ist, sollte niemals bei Sonne verteilt werden. Nach dem Gießen sollte man bis zum Säen etwa 2 Wochen warten, sonst ist der Boden zu sauer. Junge Pflanzen kann man hingegen direkt gießen. Mit zahlreichen Fotos aus ihrem Garten zeigte Karin Zwermann, welche Blütenpracht man mit Hilfe der Effektiven Mikroorganismen erreichen kann. Auch Fotos von Gemüsepflanzen veranschaulichten, welch reiche Ernte mit diesen EM möglich ist. Karin Zwermann beendete ihre Präsentation mit einem schönen Satz ihres verstorbenen Mannes „Der Garten ist die unerschöpfliche Quelle für Körper, Geist und Seele!“ Die Besucher waren sehr beeindruckt und viele wollen ausprobieren, ob sie auch im eigenen Garten ähnliche Erfolge mit EM erzielen können.

Der Mai-Termin des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach richtet sich an „Neu-Gärtner“, egal ob jung oder alt. Am Samstag, 25. Mai 2024, heißt das Thema "Eigenes Gemüse ziehen im Hausgarten". Um 10 Uhr wird Fried Schreiber Kindern zeigen, wie sie eigenes Gemüse sähen, pikieren und pflanzen können. Hierzu hat er schon kleine Pflänzchen vorbereitet. Der Kurs wendet sich an Grundschulkinder mit einer erwachsenen Begleitperson. Um 15 Uhr bietet er einen ähnlichen Kurs in entsprechender Form für Erwachsene ohne Vorkenntnisse an. Die Workshops finden im Freien im Garten von Fried Schreiber und Manfred Henrici in Rod am Berg, Höhenstraße 70 statt. Eine Anmeldung für beide Kurse ist wegen begrenzter Teilnehmerzahl notwendig bei Fried Schreiber (Tel. 0163 2905365). Kleine Gartengeräte wie Schaufeln sollten mitgebracht werden.



Sigrid Wiesner
 

  
  Baumschneidekurs in Rod am Berg

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 16. März 2024

Überwältigt vom Interesse am Obstbaumschneidekurs Anfang März waren die Organisatoren, der Obst- und Gartenbauverein Neu-Anspach und DorLe Rod am Berg.
 
Bei Sonnenschein aber kaltem Wind waren etwa 50 Mitglieder der beiden Vereine und viele Gäste auf die Streuobstwiese in Rod am Berg gekommen. Hier startete Frank Voß, der seit fast zehn Jahren zahlreiche Kurse besucht hat und inzwischen seinen Streuobstwiesen-Fachwart macht, mit der Theorie. Jetzt ist die richtige Zeit um Apfelbäume zu schneiden. Dadurch werden sie zum Treiben angeregt. Mit dem Schnitt gibt man die Richtung vor, in die die Äste wachsen sollen. Bei Bäumen, wie die auf der Streuobstwiese, die schon lange nicht mehr gepflegt wurden, dauert es etwa 3 Jahre, bis sie in der richtigen Form sind. Denn mehr als etwa 30 % der Äste darf man in einem Jahr nicht entnehmen. Bei jungen Bäumen ist es sinnvoll eine Baumscheibe anzulegen, damit das Gras am Baumstamm nicht Wasser und Nährstoffe für sich in Anspruch nimmt. Außerdem ist vor allem auf Streuobstwiesen ein Verbissschutz notwendig. Dieser sollte aus vier Holzpfählen, die in genügend Abstand zum Stamm eingeschlagen werden und einem darum gespannten Draht bestehen. Frank Voß ging auch auf die Gefahr von Misteln für Apfelbäume ein. Die Mistelbeeren werden von Vögeln gern gefressen. Die Kerne werden schon nach kurzer Zeit ausgeschieden und landen vielleicht auf dem Ast eines Apfelbaums. Hier wandern die Wurzeln des Halbparasiten unter die Rinde und der Apfelbaum ernährt mit seinem Saft die Mistel. Hier hilft nur konsequentes Ausreißen der Misteltriebe. Nur wenn eine Mistel irgendwann zu groß ist, muss der ganze Ast auf großer Länge abgesägt werden.

Nach der Theorie folgte die Praxis. An einem kleineren Baum zeigte der Experte zunächst mit Absprache der vielen Interessierten, wo und weshalb Äste entfernt oder eingekürzt werden müssen. Danach wurden gruppenweise die zahlreichen Obstbäumen ansatzweise geschnitten. Dabei gingen oft die Meinungen auseinander, welche Äste und wie viele weg müssen. Frank Voß versuchte mit seinem Fachwissen zu helfen, kam aber bei den vielen Schneidebegeisterten manchmal an seine Grenzen. Auf alle Fälle wartet auf die Mitglieder von DorLe, die diese Streuobstwiese gepachtet haben, noch einiges an Arbeit, damit im Herbst wieder viele Äpfel zum Keltern geerntet werden können.

Der nächste Termin des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach ist ein Vortrag von Karin Zwermann über den Einsatz von Effektiven Mikroorganismen im Garten. Dieser findet am Mittwoch, 24. April 2024, um 19:30 Uhr im Bürgerhaus Neu-Anspach statt. Gäste sind herzlich willkommen. Der Mai-Termin wendet sich an Grundschulkinder und an „Neu-Gärtner“. Am Samstag, 25. Mai 2024, heißt das Thema „Eigenes Gemüse ziehen im Hausgarten“. Um 10 Uhr wird Fried Schreiber Kindern zeigen, wie sie eigenes Gemüse sähen, pflanzen und ernten können. Um 15 Uhr bietet er diesen Kurs für Erwachsene ohne Vorkenntnisse in entsprechender Form an. Für beide Kurse ist eine Anmeldung bei Fried Schreiber (Tel. 0163 2905365) erforderlich.


Sigrid Wiesner
 

  
  Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins am 6. Februar 2024

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 10. Februar 2024

Die Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach am 6. Februar 2024 war mit 28 anwesenden Mitgliedern beschlussfähig. Nach der Begrüßung der Anwesenden durch die 2. Vorsitzende Sigrid Wiesner folgte das Gedenken an zwei Mitglieder, die seit der letzten Mitgliederversammlung verstorben sind.
 

RMNach einer Schweigeminute folgte die Ehrung für langjährige Mitgliedschaft. Fünf Mitglieder können auf 25 Jahre zurückblicken, das sind Christa Skarka, Harald Mayer, Holger Bellino, Martina McClymont-Nielitz und Dieter Skoetsch. 40 Jahre im Obst- und Gartenbauverein sind Herta Otto, Roland Munkelt und Gunter Ott. Es gab sogar eine Ehrung für 50jährige Mitgliedschaft, nämlich Horst Lempp. Von den Geehrten war leider nur Roland Munkelt anwesend. Er hat während seiner 40jährigen Mitgliedschaft 24 Jahre im Vorstand mitgearbeitet und hat bei der Vorbereitung vieler Fahrten mitgewirkt. Außer einem dicken „Dankeschön“ bekam er von Sigrid Wiesner eine Urkunde und eine Primel überreicht.
Den Jahresbericht 2023 verlas Waltraud Müller. Schatzmeister Volker Kuth stellte den Kassenbericht vor. Die Kassenprüfer Wolfgang Fiebiger und Elke Stark bescheinigten ihm eine korrekte Kassenführung, somit konnten Schatzmeister und der Vorstand entlastet werden. Für Schatzmeister Volker Kuth und Beisitzer Detlef Mühl standen turnusmäßige Neuwahlen an. Sie wurden einstimmig wiedergewählt. Für die Position eines/r 1. Vorsitzenden konnte leider niemand gefunden werden. So wird der Verein weiterhin von einem geschäftsführenden Vorstand geführt, was aber keine Dauerlösung sein darf. Als neuer Ersatzkassenprüfer wurde Christian Höhle gewählt.
Im vorgestellten Veranstaltungsplan für 2024 wird es im Juni eine Fahrt zur Mohnblüte in Meißner-Germerode geben. Dazu gibt es verschiedene Vorträge, einen offenen Stammtisch sowie etwas extra für Kinder und für erwachsene „Garten-Anfänger“, das eigene Gemüsebeet im Hausgarten, eine Veranstaltung im Mai 2024 im Garten von Fried Schreiber. Mit solchen Aktionen erhofft sich der Verein auch junge Familien für Gartenarbeit begeistern zu können. Außerdem wird sich der Verein bei verschiedenen Aktionen im Rahmen des Jubiläums „750 Jahre Anspach und Westerfeld“ beteiligen. Alle Termine auch auf der Homepage www.ogv-neuanspach.de.
Der nächste Termin ist der Obstbaumschneidelehrgang zusammen mit DorLe, Rod am Berg, mit Frank Voß am Samstag, 9. März 2024, um 10 Uhr. Treffpunkt ist die Streuobstwiese in Rod am Berg. Parkmöglichkeiten im Langwiesenweg oder am Friedhof Mitte. Bitte eigenes Werkzeug und ggf. Leitern mitbringen. Gäste sind herzlich willkommen.

Sigrid Wiesner
 

  
  Reisevortrag über Costa Rica

Erschienen im Usinger Anzeiger am 18. Januar 2024

Offenbar hatten viele Besucher den Wunsch, wenigstens in Gedanken der Kälte bei uns zu entfliehen und nach Costa Rica zu reisen. Mehr als 60 Besucher fanden den Weg ins Anspacher Bürgerhaus,
 
um dem lebhaften Vortrag von Christian Schwuchow zu lauschen. Die Veranstalter vom Obst- und Gartenbauverein Neu-Anspach hatten nicht mit soviel Interesse gerechnet und schnell mussten mit Hilfe des Bürgerhauswirtes eine Trennwand geöffnet und zusätzliche Stühle bereit gestellt werden. Nachdem alle einen Platz gefunden hatten, konnte es los gehen. Christian Schwuchow, der gemeinsam mit seiner Frau Hang als Reiseveranstalter schon oft Costa Rica besucht hat, hatte viele Bilder aus dem mittelamerikanischen Land zwischen Atlantik und Pazifik mitgebracht. Nachdem er einen kurzen historischen Überblick gab, konnten die Gäste mit ihm eine virtuelle Rundreise durch Costa Rica, das übersetzt „Reiche Küste“ heißt, machen. Das Land ist nur so groß wie Niedersachsen hat aber 25 % seiner Fläche als Schutzfläche mit zahlreichen Naturparks ausgewiesen. Bei uns sind es zum Vergleich etwa 3 %. In Costa Rica gibt es wenig Kultur wie Kirchen, Museen oder andere Baudenkmäler zu sehen, dafür viel Natur. In der Hauptstadt San José gibt es allerdings ein beeindruckendes Nationalmuseum. Von den zahlreichen Tierarten hatte Christian Schwuchow Fotos mitgebracht, die er während seiner Rundreisen gemacht hatte, wie zum Beispiel von Meeresschildkröten, Affen, Faultieren, Papageien, Fröschen und dem scheuen Tapir.
Auf Costa Rica gibt es viele aktive Vulkane. Sehenswert ist der Nebelwald auf 1.600 bis 2.000 Metern Höhe im Monteverde Nationalpark. Dort wachsen riesige Baumfarne. Auf anderen Bäumen wachsen Orchideen, Bromelien und Flechten. Die Anzahl der Baumarten ist viel größer als bei uns. Auf dem Hochland wird in Costa Rica viel Kaffee angebaut und es gibt riesige Bananen-Plantagen, von denen auch wir beliefert werden. Während seines Vortrags kam Schwuchow ins Gespräch mit einigen Besuchern, die selbst schon in Costa Rica gewesen waren und die eine oder andere Anmerkung hatten. Und manch einer wünschte sich, in naher Zukunft eine Reise in dieses schöne Land zu machen.
Die nächste Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach ist die Mitgliederversammlung am Dienstag, 6. Februar 2024, um 19:30 Uhr im Anspacher Bürgerhaus..

Sigrid Wiesner
 

  
  „Unsere Bienen“ – Honig- und Wildbienen

Erschienen im Usinger Anzeiger am 20. November 2023

Ins Anspacher Bürgerhaus waren etwa 20 interessierte Mitglieder und Gäste des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach gekommen um von der Imkerin Stefanie Kröger mehr über die interessante Welt der Bienen zu erfahren.
 
Stefanie KrögerStefanie Kröger betreibt die Imkerei seit 20 Jahren und hat ihre Bienenstöcke auf Gelände in Hausen-Arnsbach, Anspach und Westerfeld stehen. Insgesamt hat sie 15 große Völker und 8 Jungvölker, die den Nachwuchs bilden. Alle Anwesenden waren sehr erstaunt, dass eine Biene im Frühjahr und Sommer nicht länger als 6 Wochen lebt, davon fliegt sie nur in ihren letzten beiden Lebenswochen um Honig zu sammeln. Eine Ausnahme bilden die Königinnen, die bis zu 5 Jahre alt werden können und die Winterbienen, die nicht mehr arbeiten sondern nur den Fortbestand des Volkes sichern. Das Bienenjahr dauert von März bis August, wobei die Königin bereits im Januar in einer milden Phase die ersten Eier legt, etwa 2.000 Stück am Tag. Danach folgt eine Ruhepause bevor es im März richtig los geht. Die Imkerin kann im Mai den ersten Honig ernten. Weitere Ernten erfolgen im Juni und den Abschluss bildet der Waldhonig im Juli. Das was später gesammelt wird, brauchen die Bienen für sich. Vor dem Winter werden sie mit Zuckersirup gefüttert, damit das Volk überleben kann. Es ist gut, wenn es im Winter richtig kalt wird, denn die Bienen brauchen Winterruhe. Bei zu warmen Wintern verlassen sie den Stock und verbrauchen dabei zu viel Energie. Bis zur Sommersonnenwende im Juni wächst das Bienenvolk stark an, danach schrumpft es. Bienen brauchen wie alle Insekten Wasser, Zucker bzw. Nektar und Pollen zum Leben. Honig, Wachs, Propolis und Pollen ist das, was uns die Bienen liefern.
Gartenbesitzer können mit Blühmischungen in ihren Gärten viel für die Bienen und anderen Insekten tun. Auch Wasserstellen sind sehr wichtig. Außerdem sollte man darauf achten, Büsche und Pflanzen zu wählen, die gerne von Bienen aufgesucht werden. Für die Bestäubung z. B. der Apfelbäume sind außer den Honigbienen auch Wildbienen, Hummeln und Wespen von Bedeutung. Ihnen kann man mit dem richtigen Insektenhotel oder einem unkrautfreien Sand-Lehm-Hügel in einer Gartenecke sehr helfen. Auf der Seite www.wildbienengarten.de kann man dazu viele Tipps finden. Während und nach ihrem Vortrag musste Stefanie Kröger viele Fragen der Gäste beantworten, die an diesem Abend viel Neues über die fleißigen Insekten erfahren hatten.
Am Freitag, 8. Dezember 2023, findet um 19 Uhr die traditionelle Weihnachtsfeier für die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach im evangelischen Gemeindehaus in Anspach statt. Nach einem kurzen Programm ist Zeit um in gemütlicher Runde bei einem Glas Wein ins Gespräch zu kommen.

Sigrid Wiesner
 

  
  Gut besuchte Obst- und Gemüseausstellung

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 7. Oktober 2023

Die große Pyramide des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach fehlte in diesem Jahr als Mittelpunkt bei der traditionellen Obst- und Gemüseausstellung am Erntedank-Sonntag.
 
Da schon im Vorfeld klar war, dass die Apfelernte vieler Mitglieder fast ganz ausgefallen ist und die Zahl der Gemüsegärten immer kleiner wird, hatte sich der Vorstand entschlossen, die Erträge auf Tischen auszustellen. Die Vielfalt war ähnlich wie in den anderen Jahren, aber von allem viel weniger. Zur Ergänzung hatte die Gärtnerei Kahl Tische mit Herbstpflanzen bestückt und die Buchhandlung Weddingen hatte eine schöne Auswahl an Gartenbüchern zum Stöbern auf zwei Tischen ausgestellt. Die Imkerin Stefanie Kröger informierte alle Interessierten über die Imkerei und hatte eine große Auswahl an Honigspezialitäten zum Erwerb dabei. Das Wetter war an diesem ersten Oktober-Sonntag spätsommerlich und trotz vieler Konkurrenzveranstaltungen fanden reichlich Besucher den Weg ins evangelische Gemeindehaus. Außer für Fachgespräche bei Obst und Gemüse waren die meisten wegen der großen Kuchenauswahl gekommen und lange saßen die Gäste bei Kaffee, Kuchen und dem einen oder anderen Glas frischem Süßen, den ein Mitglied gespendet hatte, beisammen. Als kleine Auflockerung gab es eine Schätzfrage zu lösen, und zwar die Länge einer Hopfenranke, die sich in einem Glas befand. Die Schätzungen bewegten sich zwischen 80 Zentimetern und 7 Metern. Der richtigen Länge von 2,48 Meter kam ein Besucher bis auf 5 Zentimeter ganz nahe. Die drei Schätzer, die der richtigen Lösung am nächsten kamen, wurden mit kleinen Preisen belohnt.
Der Vorstand bedankt sich bei seinen Mitgliedern für das Bringen der Ernteerzeugnisse, für Kuchen- und Süßer-Spende und die Mithilfe hinter der Theke. Außerdem gilt der Dank der Gärtnerei Kahl, der Buchhandlung Weddigen sowie der Imkerin Stefanie Kröger.
Der nächste Termin im Jahresplan ist ein Vortrag der Imkerin Stefanie Kröger am Dienstag, 14. November 2023, um 19:30 Uhr im Bürgerhaus Neu-Anspach. Sie wird Interessantes aus ihrer Arbeit als Imkerin berichten, aber auch was wir alle tun können, damit es weiter viele Bienen gibt. Zu diesem Vortrag sind Gäste herzlich willkommen.

Sigrid Wiesner
 

  
  Gelungener Grillnachmittag

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 16. September 2023

Nachdem im August der Grillnachmittag des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach wegen des Regens abgesagt werden musste, war nun beim Nachholtermin allerbestes Spätsommerwetter.
 
Und trotz der kurzfristigen Einladung waren etwa 35 Mitglieder dem Ruf gefolgt und verbrachten im Garten von Familie Kuth einen schönen Nachmittag. Unter Pavillons und großen Bäumen ließ sich die Hitze gut aushalten und die meisten verweilten bis in den frühen Abend. Außer leckerem Essen und kühlen Getränken gab es viel Interesse an der reichhaltigen Gemüseauswahl im Garten und es wurde manches Fachgespräch geführt.
Am 1. Oktober 2023, dem Erntedankfest-Sonntag, findet die traditionelle Obst- und Gemüseausstellung im evangelischen Gemeindehaus in der Usastraße statt. Von 14 bis 17 Uhr besteht für alle Interessierte die Möglichkeit zu sehen, was es an Ernteerträgen in diesem Jahr gab. Bei Kaffee und Kuchen kann man miteinander ins Gespräch kommen. Der Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins freut sich über Obst- und Gemüsekörbe zum Ausstellen und über Kuchenspenden der Mitglieder. Die Abgabe sollte am Sonntag Vormittag zwischen 11 und 13 Uhr erfolgen. Diese bitte anmelden bei Waltraud Müller, Tel. 06081/962519, oder Sigrid Wiesner, Tel. 06081/59972, Email: wiesnerwehrheim@aol.com.

Sigrid Wiesner
 

  
  Stammtisch bei herrlichem Wetter

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 22. Juli 2023

Der schöne Sommerabend lockte im Juli fast zwanzig Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach in den Innenhof des Gasthauses „Zur Linde“ im Anspacher Ortskern.
 
Bei kühlen Getränken und gutem Essen verging die Zeit wie im Fluge. Außer über Gartenthemen, vor allem die anhaltende Trockenheit und das tägliche Gießen, wurde über Dies und Das geredet und vergangene und bevorstehende Programmpunkte wurden besprochen.
Der nächste Termin des Obst- und Gartenbauvereins ist der Grillnachmittag am Samstag, 5. August 2023, um 15 Uhr. In diesem Jahr findet er im Garten der Familie Volker und Martina Kuth in Neu-Anspach im Grundweg, direkt neben dem Bolzplatz statt. Kuchen- und Salatspenden sind herzlich willkommen. Für Getränke und Gegrilltes sorgt der Verein.
Am Samstag, 9. September 2023, ist um 12 Uhr die Abfahrt des Busses zur Keltenwelt am Glauberg. Auf der Rückfahrt wird zum Abendessen eingekehrt. Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung notwendig bei Sigrid Wiesner, Tel. 06081/59972 oder an wiesnerwehrheim@aol.com.

Sigrid Wiesner
 

  
  Juni-Veranstaltungen des Obst- und Gartenbauvereins für Jung und Alt

Erschienen in der Taunus Zeitung am 19. Juni 2023

Nach der Aktion „Gärtnern für Kinder“ war die zweite Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach im Juni ein Spaziergang im Rosendorf Wernborn. Dort wurden die fast zwanzig Teilnehmer von einem Teil des Vorstands des befreundeten Obst- und Gartenbauvereins Wernborn herzlich begrüßt.
 
Im Wintergarten von Karin Zwermann fand zunächst ein gemeinsames Kaffeetrinken statt, bevor Karin Zwermann, Peter Zinke und die 1. Vorsitzende Anja Semmelbauer die Gruppe durch die Straßen und den Rosengarten von Wernborn führten. Unterwegs gab es viele interessante Erklärungen, wie es zu den vielen herrlich blühenden Rosen in Wernborn gekommen ist. Diese bereichern den ganzen Ort von Mai bis zum Frost mit ihren Blüten. Es gibt zahlreiche ehrenamtliche Helfer, nicht nur aus dem Gartenbauverein, die sich das ganze Jahr über als Paten um die Rosen kümmern. Nun ging es gemeinsam zum neuen Streuobstwiesen-Lehrpfad oberhalb Wernborns. Hier erwartete die Gäste Frank Voß, der die Idee zu diesem Lehrpfad hatte und sie auch umgesetzt hat. Das Grundstück mit den teils sehr alten Bäumen und Apfelsorten ist im Besitz der Stadt Usingen aber auch von Privatpersonen. Zwischen den Bäumen wird nicht gemäht, sondern Schafe halten das Gras kurz. Nach einem Abstecher bei der Karl-Zwermann-Eiche ging es zurück in den Garten von Karin Zwermann, wo noch kühle Erfrischungen auf die Besucher warteten. Alle waren sehr beeindruckt vom wunderschönen Garten von Karin Zwermann und dem an vielen Stellen blühenden Dorf.
Die nächste Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach ist ein offener Stammtisch am Mittwoch, 12. Juli 2023 (Achtung: geänderter Termin!), um 18 Uhr im Gasthaus „Zur Linde“ in Anspach. Alle Mitglieder und auch Gäste sind hierzu herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Die nächste Aktivität im Jahresprogramm des OGV Neu-Anspach ist ein „offener Stammtisch“ (Achtung: geänderter Tag!),am Mittwoch, 12. Juli 2023, ab 18.00 Uhr im Biergarten des Gasthauses „Zur Linde“ Neu-Anspach. Herzliche Einladung für alle Interessierte!

Sigrid Wiesner
 

  
  Gärtnern mit Kindern

Erschienen in der Taunus Zeitung am 9. Juni 2023

„Das eigene Gemüsebeet für Kinder im Hausgarten“ – zu diesem Thema hatte der OGV Neu-Anspach Familien mit Kindern eingeladen. Das neue Vorstandsmitglied Fried Schreiber hatte die Idee, im Rahmen eines Workshops Kindern an einem Samstag-Vormittag das Gärtnern als „Anschauungs-Unterricht“ näher zu bringen.
 
Er selbst ist Gärtner aus Leidenschaft und öffnete die Türen seines so liebevoll gestalteten sowohl Zier- als auch Nutz-Gartens für diese Vereinsveranstaltung. Ein Anliegen der Gartenbaufreunden ist es auch, dass der Vereinsnachwuchs wächst.
Unter Begleitung eines Erwachsenen kamen leider nur wenige Kinder; einige hatten wegen Terminüberschneidungen kurzfristig noch abgesagt. Die Kinder, die sich angesprochen fühlten, waren mit viel Freude und Eifer bei der Sache und hatten großen Spaß beim Säen, Pikieren und Pflanzen. Fried Schreiber hatte Pflanztische vorbereitet, an denen jeder Arbeitsschritt erklärt und nachgemacht wurde: Samen wurden in Töpfchen mit Erde gesteckt, kleine schon vorgetriebene Pflanzen pikiert und ausgesetzt. Alle Entwicklungsstadien waren durch gute Vorbereitungen erkenn- und nachvollziehbar. Wichtig ist, dass die Kinder die Entwicklung vom Korn, dem Keimen und dem Wachstum zum kleinen Pflänzchen erkennen können. Auch konnten die Kinder ein Beet vorbereiten wie Zupfen was dort nicht wachsen soll, Lockern des Bodens mit einer Kralle sowie das Einpflanzen der vorgetriebenen Pflanzen.
Zum Schluss wurden alle noch mit Getränken und einem kleinen Imbiss versorgt und konnten mit einer Steige verschiedenster Pflanzen zur Weiterentwicklung den Nachhauseweg antreten. Ein schönes Projekt, dass zum Gärtnern angeregt hat.
Die nächste Aktivität im Jahresprogramm des OGV Neu-Anspach ist ein „offener Stammtisch“ (Achtung: geänderter Tag!),am Mittwoch, 12. Juli 2023, ab 18.00 Uhr im Biergarten des Gasthauses „Zur Linde“ Neu-Anspach. Herzliche Einladung für alle Interessierte!

Waltraud Müller
 

  
  Besuch auf der Bundesgartenschau in Mannheim

Erschienen im Usinger Anzeiger am 19. Mai 2023

Mit einem voll besetzten Bus besuchten Mitglieder und Gäste des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach Mitte Mai die Bundesgartenschau in Mannheim. Und die Besucher hatten Glück mit dem Wetter: überwiegend Sonnenschein bei angenehmen Temperaturen und vor allem kein Tropfen Regen.
 
Gleich nach der Ankunft stand eine Führung im Luisenpark, dem einen Teil der Gartenschau auf dem Programm. Die Gästeführer wussten viel über die Geschichte dieses Teils der Gartenschau zu erzählen. Hier gibt es schöne alte Bäume und auch den Kutzerweiher, der mit Elektrobooten befahren wird. Aber auch die neu gebaute Humboldt-Pinguin-Anlage sowie eine große neue Vogelvoliere sind Anziehungspunkte in diesem Bereich. Mehrere Pflanzenschauhäuser sowie der Chinesische Garten mit dem großen Chinesischen Teehaus wurden beim Rundgang gestreift. Länger verweilten die Besucher im Garten der Partnerstädte. Hier hatte jede der 11 Partnerstädte einen kleinen Bereich mit typischen Pflanzen und Dekorationen gestaltet.
Die 90minütige Führung endete an der Seilbahn, die den Luisenpark mit dem extra für die Gartenschau neu angelegten Spinelli-Park auf der anderen Seite des Neckar verbindet. Ab hier konnte jeder für sich entdecken, was ihn interessierte. In acht Minuten ist man bei herrlicher Aussicht von oben auf der anderen Seite. Das Spinelli-Gelände ist ein ehemaliges Militärgelände, was auch an vielen Stellen noch sichtbar ist. Alte Bahngleise und alte Hallen wurden integriert. Es gibt Wasserflächen und Ruheoasen mit vielerlei Sitzgelegenheiten. In einer Baumschule wurden 2023 Bäume gepflanzt, die nach Ende der Bundesgartenschau über Mannheim verteilt werden. In diesem Teil der Gartenschau trifft man überall auf das Motto „Nachhaltigkeit“. Nach einem ausgedehnten Spaziergang im Spinelli-Park ging es mit der Seilbahn wieder zurück in den Luisenpark. Aufgrund vieler Besucher mussten die meisten etwa 20 bis 30 Minuten Wartezeit an der Seilbahnstation in Kauf nehmen. Aber alle waren pünktlich wieder am Bus, der auf der Rückfahrt in einem Weingut in Bensheim Station zum gemütlichen Ausklang bei Essen und Wein machte.
Die nächsten Termine des Obst- und Gartenbauvereins sind im Juni „Das eigene Gemüsebeet für Kinder im Hausgarten“ sowie ein Spaziergang im Rosendorf Wernborn. Am 3. Juni 2023 um 10 Uhr können Kinder ab 6 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen unter Anleitung säen, pikieren und pflanzen. Das Ganze findet statt im Garten von Fried Schreiber in Rod am Berg, Höhenstraße 70. Am Samstag, 10. Juni 2023, findet ein Spaziergang durch das Rosendorf Wernborn statt. Treffpunkt ist der Festplatz in Anspach um 14:30 Uhr. Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung bei Sigrid Wiesner, Tel. 06081/59972, oder per Email an wiesnerwehrheim@aol.com oder bei Fried Schreiber, Tel. 06081/9859096, oder an friedrich.schreiber@gmx.de notwendig.

Sigrid Wiesner
 

  
  „Fermentieren von Gemüse“ mit Beate Illbruck

Erschienen im Usinger Anzeiger Anzeigenblatt am 28. April 2023

In Etzels BioHofladen waren auf Einladung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach mehr als 15 interessierte Gäste gekommen, um sich von Beate Illbruck einen Einblick in das Fermentieren von Gemüse geben zu lassen. Die Fermentierung ist eine sehr alte und einfache Methode um Gemüse haltbar zu machen.
 
Wir kennen sie alle bei der Herstellung von Sauerkraut. Aber auch das bekannte koreanische Nationalgericht Kimchi basiert auf dieser Form des Gärens. Mit Hilfe von Salz wird eine Milchsäuregärung in Gang gesetzt. Es entsteht ein saures Milieu, in dem Schimmel oder andere unerwünschte Bakterien, die das Gemüse verderben würden, nicht existieren können. Das Gemüse wird haltbar, ist gesund und fördert eine günstige Darmflora.
Aber nicht nur Sauerkraut und Kimchi sind fermentiert sondern auch Sauerteigbrot, Brottrunk, Bier, Apfelessig, Joghurt, Sojasauce, Kaffee, Kakao, Schokolade, Tee und auch Pfeffer.
Nach der Theorie kam die Praxis. Bereits vor einigen Tagen hatte Beate Illbruck zur Herstellung von Kimchi zwei unterschiedliche Fermentations-Pasten hergestellt. Die wichtigsten Zutaten sind Salz (Meersalz oder Steinsalz), viel Knoblauch, Ingwer und Rettich, dazu kommen fein geschnittener Lauch und Chilipulver und nach Geschmack Fischsoße. Während die eine Fermentation-Paste durch die Zugabe von Kurkuma eine gelb-grüne Farbe hatte, war die andere rosa weil die Referentin statt Rettich Radieschen mit Schale genommen hatte. Dazu hatte Beate Illbruck an diesem Tag Karotten, Rote Bete, Gelbe Bete und Rettich fein geraspelt und mit 2 % Salz durchziehen lassen, dazu Weißkraut für die Herstellung von Sauerkraut. In Gruppen machten sich nun die Gäste daran, ihr eigenes Kimchi zu kreieren. Dafür wurde Gemüse mit einer Paste in Schüsseln gemischt und in die mitgebrachten Gläser geschichtet. Das Weißkraut wurde nur mit Salz durchgeknetet und mit ein paar Wacholderbeeren ins Glas gefüllt. Am Schluss konnte jeder zwei gefüllte Gläser mit nach Hause nehmen und nach ein paar Tagen Wartezeit kann man sein persönliches Kimchi genießen.
Die nächsten Termine des Obst- und Gartenbauvereins sind nach der Fahrt zur Bundesgartenschau nach Mannheim im Mai, die bereits ausgebucht ist, im Juni „Das eigene Gemüsebeet für Kinder im Hausgarten“ sowie ein Spaziergang im Rosendorf Wernborn. Am 3. Juni 2023 um 10 Uhr können Kinder ab 6 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen unter Anleitung säen, pikieren und pflanzen. Das Ganze findet statt im Garten von Fried Schreiber in Rod am Berg, Höhenstraße 70. Am Samstag, 10. Juni 2023, findet ein Spaziergang durch das Rosendorf Wernborn statt. Treffpunkt ist der Festplatz in Anspach um 14:30 Uhr. Für beide Veranstaltungen ist eine Anmeldung bei Sigrid Wiesner, Tel. 06081/59972 oder per Email an wiesnerwehrheim@aol.com notwendig.

Sigrid Wiesner
 


Baumschneidekurs des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach am 4. März 2023

Erschienen im Usinger Anzeiger am 13. März 2023

Bei kaltem aber glücklicherweise trockenem Wetter trafen sich auf Einladung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach mehr als 20 Interessierte auf dem städtischen Grundstück im Eisenbachtal zum Obstbaumschnitt.
 
Bei kaltem aber glücklicherweise trockenem Wetter trafen sich auf Einladung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach mehr als 20 Interessierte auf dem städtischen Grundstück im Eisenbachtal zum Obstbaumschnitt. Guntram Löffler, ein studierter Gärtner, gab seine Kenntnisse gerne an die Anwesenden weiter. Die Stadt Neu-Anspach hatte auf dieser Wiese vor über 30 Jahren verschiedene Obstbäume pflanzen lassen, hauptsächlich Apfelbäume. Aber fachgerecht geschnitten wurde schon lange nicht mehr. Das wurde jetzt unter Anleitung wenigstens an zwei Apfelbäumen und einem Zwetschgenbaum durchgeführt. Zunächst stellte Guntram Löffler das richtige Werkzeug vor. Am wichtigsten ist eine gute Astschere, die zwar einiges kostet aber sich über die Jahre auszahlt. Löffler selbst hatte eine akkubetriebene Schere dabei, die aus einem Akku im Rucksack mit Strom versorgt wird. Damit lassen sich auch dickere Äste problemlos abschneiden. Für den Laien ist das aber viel zu teuer. Löffler berichtete, dass er mit der Vogel- und Naturschutzgruppe Hausen-Arnsbach über 120 Obstbäume regelmäßig pflegt. Und dafür ist eine solche Schere sinnvoll.
Nach der Theorie folgte die Praxis und mit einer Leiter ging es an den ersten Apfelbaum. Es mussten viele Äste herausgeschnitten werden, da sich die Äste gegenseitig verschatten. Nach einem solchen „Radikalschnitt“ muss in den folgenden zwei bis drei Jahren nachgeschnitten werden, da ein sehr starker Austrieb in den Folgejahren erfolgt. Später reicht es bei älteren Bäumen auch, wenn sie nur alle 2 bis 3 Jahre geschnitten werden. Ziel des Erhaltungsschnittes ist eine lichte Krone, die Licht und Luft in das Innere des Baumes lässt. Ist die Baumkrone zu dicht gewachsen, kann sie nach Regen nicht rasch trocknen und es können Pilzkrankheiten entstehen. Außerdem kommt zu wenig Sonne an die Früchte, die dann klein bleiben und nicht die richtige Süße entwickeln.
Nach etwa 2 Stunden waren alle tüchtig durchgefroren aber die Arbeit hatte sich gelohnt. In den kommenden Jahren wird sich zeigen, dass der Ertrag bei den geschnittenen Bäume deutlich höher ausfallen wird.
Die nächste Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach wird ein Vortrag in Theorie und Praxis zum Thema „Fermentieren von Gemüse“ unter der Leitung von Beate Illbruck sein. Die Veranstaltung findet statt am 18. April 2023 um 19:30 Uhr in Etzels BioHofladen in Wehrheim, Pfaffenwiesbacher Straße 6. Die Teilnehmer sollten 2 Gläser à 500 ml und eine Schürze mitbringen. Es entstehen Kosten für Lebensmittel in Höhe von 7 Euro pro Teilnehmer. Eine Anmeldung ist erforderlich bei Sigrid Wiesner, Tel. 06081/59972, oder per Email an wiesnerwehrheim@aol.com.

Sigrid Wiesner



Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins am 7. Februar 2023

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 18. Februar 2023

Die Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach am 7. Februar 2023 war mit 34 anwesenden Mitgliedern beschlussfähig.
 
Versammlung_23Nach der Begrüßung der Anwesenden durch die 2. Vorsitzende Sigrid Wiesner folgte das Gedenken an die sieben Mitglieder, die seit der letzten Mitgliederversammlung verstorben sind. Nach einer Schweigeminute folgte die Ehrung für 25jährige Mitgliedschaft. Luise Neumann, Peter Kahl und Dieter Rösch bekommen dafür eine Urkunde ausgehändigt. Das wird bei ihnen zu Hause stattfinden, da sie nicht anwesend sein konnten. Den Jahresbericht 2022 verlas Waltraud Müller, im vergangenen Jahr konnten alle Veranstaltungen wie geplant durchgeführt werden. Schatzmeister Volker Kuth stellte den Kassenbericht vor. Die Kassenprüfer Wolfgang Fiebiger und Elke Stark bescheinigten ihm eine korrekte Kassenführung, somit konnten Schatzmeister und Vorstand entlastet werden. Für die 2. Vorsitzende Sigrid Wiesner und die Schriftführerin Waltraud Müller standen turnusmäßige Neuwahlen an. Sie wurden einstimmig wiedergewählt. Für die Position eines/r 1. Vorsitzenden konnte leider niemand gefunden werden. So wird der Verein weiterhin von einem geschäftsführenden Vorstand geführt, was aber keine Dauerlösung sein darf. Als neuer Ersatzkassenprüfer wurde Jörg Richhardt gewählt. Im vorgestellten Veranstaltungsplan für 2023 wird es wieder zwei Fahrten geben, einmal zur Bundesgartenschau nach Mannheim im Mai und dann zur Keltenwelt auf dem Glauberg im September. Dazu gibt es verschiedene Vorträge, einen Spaziergang im Rosendorf Wernborn sowie etwas extra für Kinder, das eigene Gemüsebeet im Hausgarten. Alle Termine auch auf der Homepage www.ogv-neuanspach.de. Der Tagesordnungspunkt 11 betraf die Erhöhung des Mitgliedsbeitrags. Seit der Gründung des Vereins vor 64 Jahren ist es die erste Erhöhung auf den beinahe doppelten Betrag von 6 Euro jährlich. Nach einer Diskussion wurde dem mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Mitgliederzahl beläuft sich zum 31.12.2022 auf 206 Personen, das heißt dass die Zahl dank 16 Neueintritten im vergangenen Jahr sogar leicht angestiegen ist. Der nächste Termin ist der Obstbaumschneidelehrgang mit Guntram Löffler am Samstag, 4. März 2023, um 10 Uhr. Treffpunkt ist die Obstbaumwiese im Eisenbachtal zwischen Ende „Alter Anspacher Weg“ und „Auf der Hochwiese“. Parkmöglichkeiten im "Alten Anspacher Weg", in der "Sudetenstraße" oder auf dem Seitenstreifen "Auf der Hochwiese". Bitte eigenes Werkzeug und ggf. Leitern mitbringen. Gäste sind herzlich willkommen.

Sigrid Wiesner



Kräuter-Fachfrau beim Obst- und Gartenbauverein

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 21. Januar 2023

Nachdem der Obst- und Gartenbauverein Neu-Anspach im vergangenen Frühjahr einen Kräuterspaziergang angeboten hatte, ging es an diesem Abend im Januar um das richtige Trocknen und Lagern der Kräuter.
 
Am besten schmecken und wirken Kräuter wenn sie frisch gegessen werden können. Aber vieles gibt es nur im Frühjahr und Sommer in Hülle und Fülle und da muss man wissen, wie man das Aroma und die Wirkstoffe am besten für die kalte Jahreszeit bewahren kann. Regine Ebert von der Kräuterschule Taunus war dazu ins Neu-Anspacher Bürgerhaus gekommen und hatte für die fast zwanzig interessierten Zuhörer viele Tipps bereit. Auf keinen Fall sollen gesammelte Kräuter, egal ob Wild- oder Gartenkräuter, vor dem Trocknen oder Einfrieren gewaschen werden. Blätter werden am besten von den Stängeln gestreift und großzügig ausgebreitet. Der Trockenraum sollte schattig, luftig und möglichst dunkel sein. In den alten Häusern war das oft der Speicher, heute ist es eher der Heizungsraum, der diese Voraussetzungen bietet. Erst wenn die Blätter raschel-trocken wie etwa Cornflakes sind, werden sie zum Aufbewahren weggepackt. Dafür eignen sich stabile Papiertüten, Kartons, Holzkistchen oder auch dunkle Gläser mit Schraubverschluss. Zerkleinert werden sie erst unmittelbar vor der Verwendung. Außer dem Trocknen gibt es noch andere Möglichkeiten die Kräuter aufzuheben. Manches lässt sich sehr gut einfrieren, wie z. B. Petersilie, Dill, Estragon oder Melisse. Auch in Pesto, wie etwa Bärlauch, oder Kräuteressig lässt sich das Aroma festhalten. Bei der Herstellung von Kräutersalzen ist es nicht nötig, Kräuter vor dem Mörsern zu trocknen. Feuchte Salze mit frischen Kräutern können durch die Konservierung mit Salz nicht schimmeln. Ein besonders schmackhaftes Salz kann mit Engelwurz hergestellt werden.
Zum Abschluss zeigte Regine Ebert die Herstellung einer Kräutersalbe, in diesem Fall mit feingeraspelter Quitte, die einige Stunden in Sonnenblumenöl gezogen hatte. Nach dem Kochen wurden die festen Bestandteile ausgesiebt und das Öl mit gelöstem Bienenwachs zu einer cremigen Salbe verrührt. Alle Anwesenden durften sich ein kleines Döschen mit der Quittensalbe, die als Heilsalbe schützend und pflegend wirkt, mit nach Hause nehmen. Das Fazit dieses Abends war, dass Regine Ebert viele Fragen beantworten konnte und alle für die nächste Kräutersaison wissen, was sie in Zukunft beim Aufbewahren der Kräuter besser machen können.
Am Dienstag, 7. Februar 2023, findet um 19:30 Uhr die Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach im Kleinen Saal des Anspacher Bürgerhauses statt.

Sigrid Wiesner



Reise durch Ghana mit Felicia Schmitt

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 19. November 2022

Mehr als 20 interessierte Mitglieder und Gäste des Obst- und Gartenbauvereins unternahmen mit Felicia Schmitt eine Reise durch das westafrikanische Land Ghana, ohne von ihren Stühlen im Anspacher Bürgerhaus aufstehen zu müssen.
 
Felicia SchmittFelicia Schmitt lebte von Sommer 2018 bis Sommer 2020 als Lehrerin an der Deutschen Internationalen Schule in Accra, der Hauptstadt Ghanas. Accra ist eine sehr laute, dreckige Stadt mit 2 Millionen Einwohnern. Hier wohnte die Referentin und lernte schnell, dass man sich in diesem Land mit Hilfe von Minibussen fortbewegt, die keinen Fahrplan und keine festen Haltestellen haben. Statt Supermärkten gibt es kleine und große Märkte, wo man neben Lebensmitteln auch alles andere kaufen kann, was man braucht. Das Klima in Ghana ist feuchtwarm. Es gibt 2 Regenzeiten im Jahr mit extremen Regenfällen und die Temperaturen sinken selbst nachts kaum unter 25 ° C. Felicia Schmitt war während ihrer Zeit in Ghana an der Küste entlang sowohl Richtung Elfenbeinküste als auch Richtung Togo und im Landesinneren am Volta-Stausee unterwegs. Von all diesen Orten hatte sie Bilder mitgebracht, die sie den Zuhörern zeigte. Obwohl es in Ghana viele schöne Strände und hohe Wellen zum Surfen gibt, außerdem Meerwasser, das immer angenehm warm ist, gibt es nur sehr wenige Touristen im Land. Die Ghanaer selbst gehen in ihrer Freizeit nicht schwimmen oder surfen, sie lieben es zu tanzen und verbringen viel Zeit in Gottesdiensten, die häufiger und länger angeboten werden als bei uns. Die Menschen leben unter anderem vom Fischfang. Kinderarbeit ist üblich. Die Kinder gehen nur 2 – 3 Jahre zur Schule, die immer Geld kostet. Dann verkaufen sie z. B. Wasser auf der Straße oder arbeiten zu Hause mit. In Ghana werden Ananas, Kochbananen, Papaya, Kalebassen, Chili, Okra, Mango, Melonen und Kakao angebaut. Das Durchschnittseinkommen der Ghanaer liegt bei 60 Euro im Monat. Nach ihrem Vortrag, zu dem Felicia Schmitt auch einiges mitgebracht hatte, das in Ghana gefertigt wurde, wie Körbe, Glasperlen und bunte Stoffe, beantwortete sie noch viele Fragen aus dem Publikum, besonders auch über ihre Arbeit an der Deutschen Schule.

Am Freitag, 9. Dezember 2022, findet um 19 Uhr die Weihnachtsfeier für die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins im evangelischen Gemeindehaus in Anspach statt. Eine Anmeldung ist notwendig bei Sigrid Wiesner, Tel. 06081/59972, oder per Mail an wiesnerwehrheim@aol.com.



Vortrag der Heilpraktikerin Patricia Meier zum Thema „Darmgesundheit“

Erschienen im Usinger Anzeiger am 28. Oktober 2022

Im Oktober fand ein zweiter Vortrag der Naturheilpraktikerin Patricia Meier aus Friedrichsdorf zum Thema „Darmgesundheit“ statt, zu dem der Obst- und Gartenbauverein Neu-Anspach geladen hatte. Rund 20 Mitglieder und Gäste folgten der Einladung ins Neu-Anspacher Bürgerhaus und erfuhren einiges, was sie für ihre Gesundheit selbst tun können. Seit nunmehr 13 Jahren beschäftigt sich Patricia Meier mit ihrem Lieblingsthema, wie sie selbst sagte, und hatte viel Interessantes zu berichten.
 
Heilpraktikerin Patricia MeierZunächst erklärte sie mit Hilfe von Bildern den Weg der Verdauung und die Bedeutung der Verdauungssäfte, die im Alter weniger werden. Die Oberfläche des Darms entspricht ausgebreitet einem halben Fußballfeld, wobei der Dünndarm den größten Anteil hat. 80 % des Immunsystems wird im Darm gebildet und auch viele Vitamine, die der Körper braucht. Sogar Schlafprobleme können mit dem Ungleichgewicht der Darmbakterien zu tun haben, denn diese stimulieren das Immunsystem und produzieren Hormone, die für den Schlaf wichtig sind. Statt Säureblocker wie z. B. Pantoprazol sollte lieber Heilerde ca. 1 Stunde nach der Mahlzeit eingenommen werden oder als Magenschutz ein Leinsamenschleim regelmäßig getrunken werden, denn ausreichend Magensäure braucht der Mensch, damit die Verdauung richtig funktioniert.
Um den Darm bei seiner Arbeit zu unterstützen, sollte er außer Ballaststoffen ausreichend resistente Stärken, in kernigen Haferflocken, gekochten und abgekühlten Kartoffeln oder Nudeln sowie Hülsenfrüchten, bekommen. Regionales Gemüse und Obst sowie Lebensmittel, die Inulin enthalten, wie Topinambur, Spargel, Schwarzwurzeln, sind gutes Futter für die wichtigen Darmbakterien. Zur Entgiftung der Leber hatte die Heilpraktikerin den Tipp, regelmäßig morgens Zitronenwasser auf nüchternen Magen zu trinken und gerne um die Mittagszeit einen feucht-warmen Leberwickel auf den Bauch zu legen.
Patricia Meier beendete ihren sehr interessanten Vortrag mit dem Satz von Arthur Schopenhauer „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“. Sie konnte schon während des Vortrags viele Fragen der Anwesenden beantworten und im Anschluss daran gab es auch noch viel Redebedarf.
Die nächste Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins ist ein Vortrag von Felicia Schmitt über ihre Zeit als Lehrerin in Ghana, einem faszinierenden Land. TERMINÄNDERUNG: Der Vortrag findet am Donnerstag, 10. November 2022, um 19:30 Uhr im Bürgerhaus Neu-Anspach statt. Gäste sind herzlich willkommen.




Erste Obst- und Gemüseausstellung im Freien am 25. September 2022

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 1. Oktober 2022

Das Wagnis einer Obst- und Gemüseausstellung draußen hat sich gelohnt. Die treuen Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins sowie einige Gäste kamen trotz herbstlichem Wetter mit gelegentlichem Regen in den Garten der Familie Kuth.
 
Hier waren Zelte aufgebaut und drinnen konnte man es bei Kaffee und Kuchen ohne zu frieren oder nass zu werden gut aushalten. Es kamen über den Nachmittag verteilt etwa 50 Besucher, die sich darüber freuten, dass die Pyramide aufgebaut und mit Obst und Gemüse abwechslungsreich bestückt war. Natürlich gab es viele Apfelsorten, da in diesem Jahr in den meisten Gärten die Apfelernte gut ausfällt, wenn auch schon viele Früchte von den reich tragenden Bäumen herabgefallen sind. Die ersten Walnüsse waren ebenso zu finden wie Trauben und sogar kleine Zuckermelonen, die einen intensiven Duft verströmten. Die Spitze der Pyramide war bestückt mit zwei roten Paprikapflanzen sowie einer orangen Chilipflanze. Besonders auffällig war eine Rote Beete Sorte, bei der das Innere rot-weiß-geringelt ist. Es gab aber auch Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten und verschiedene Kürbisse. Auch wenn die Pyramide gut gefüllt war, wurden Obst- und Gemüse leider nur von wenigen Gärtnern beigesteuert. Denn inzwischen betreiben nur noch wenige Mitglieder Gemüseanbau im eigenen Garten, was in erster Linie auf das Alter zurückzuführen ist.
Außer viel Kuchenauswahl mit Kaffee gab es frisch gekelterten Süßen, den ein Mitglied gespendet hatte, und den Informations- und Verkaufsstand der Imkerin Stefanie Kröger, die viel Wissenswertes zu ihren Bienen vermitteln konnte. Auch die Schätzfrage, wieviele Korken sich in einem Behälter befinden, hatte mit der Imkerei zu tun. Denn Stefanie Kröger braucht diese Korken als Schwimmhilfe für die Bienen, wenn sie diesen Zuckerlösung in einem Eimer als Ausgleich für den von ihr entnommenen Honig in den Bienenstock stellt. Die abgegebenen Zettel hatten Lösungen zwischen 100 und 999 Korken parat. Die richtige Lösung lautete 353 und wurden von zwei Ratenden um je 3 Korken verfehlt. Die vier Mitglieder, die der Lösung am nächsten kamen, wurden mit kleinen Preisen belohnt. Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung und alle waren sich einig, dass es bei Sonnenschein im Freien noch viel schöner gewesen wäre.
Die nächste Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins ist ein Vortrag der Naturheilpraktikerin Patricia Meier zum Thema „Darmgesundheit“ am 18. Oktober 2022 um 19:30 Uhr im Bürgerhaus Neu-Anspach. Zu diesem Vortrag sind Gäste herzlich willkommen.


Sigrid Wiesner


Fahrt navch Eltville

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am  17. September 2022

Am letzten August-Wochenende starteten Mitglieder und Gäste des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach als Halbtages-Ausflug bei angenehmem Spätsommerwetter in den Rheingau.
 
Diese Fahrt war schon für letztes Jahr geplant und vorgesehen, musste jedoch corona-bedingt auf dieses Jahr verlegt werden, wenngleich es schwieriger wurde, ein geeignetes Weingut für die vorgesehene Weinverkostung zu finden, da auch in dieser Branche durch Personalausfälle nicht mehr viele Weingüter Derartiges anbieten.
Mit einem vollbesetzten Bus startete man erwartungsvoll am späten Vormittag Richtung Rheingau - nach Eltville als größte Stadt im Rheingau, die sich Wein-/Sekt- und Rosenstadt nennt, seit jüngster Zeit (2006) auch Gutenbergstadt, da man wohl durch die Nähe zu Mainz kindliche Spuren Gutenberg´s zu Eltville vermutet. In der Rosenstadt Eltville wurden von Stadtführern zwei Führungen „Spaziergang durch den Rosengarten und die Burganlage“ sowie „Allgemeine Stadtführung durch die intensiv mit Rosen bewachsene historische Altstadt“ angeboten. Insbesondere im Rosengarten und Burggraben konnte man neben einigen Raritäten von Rosensorten die Vielfalt der Rosen erleben, die alle Sinne anspricht. Bei dem Gang durch die historische Altstadt waren neben schön mit Rosen bewachsenen Fachwerkhäusern malerische Patrizierhäuser und prunkvolle Adelshöfe zu bestaunen. Nach den jeweiligen informativen Führungen blieb noch Zeit für eine Eis-Pause, Kaffeestunde (mit dem Eltviller Rosentörtchen?) oder ein Verweilen an den gut bestückten Weinständen der autofreien Rheinufer-Promenade, die auch als Riviera des Rheingaus bezeichnet wird.
 Nächstes Ziel war ein traditionsreiches Weingut im nahegelegene Walluf in der idyllischen Gutsschänke bei Weinverkostung und leckerem Essen. Gutgelaunt und fröhlich machte man sich am späten Abend auf den Nachhauseweg.

Die nächste Aktivität des OGV Neu-Anspach ist die Obst- und Gemüseausstellung am Sonntag, 25. September 2022 von 14.00 bis 17.00 Uhr – in diesem Jahr als Gartenausstellung im Garten der Familie Kuth im Grundweg (neben dem Bolzplatz).


Waltraud Müller


Stammtisch des Obst- und Gartenbauvereins

Erschienen in den Neu-Anspacher Nachrichten im September 2022

Das Sommerwetter lud zum Draußensitzen ein und so kamen mehr als zehn Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach im Biergarten des Lokals „Zur Linde“ zu einem gemütlichen Beisammensein zusammen. Bei kühlen Getränken und etwas zu essen wurde nicht nur über die Gärten zu Hause und die große Trockenheit geredet. Ein wichtiges Thema war die bevorstehende Fahrt nach Eltville und die Gartenausstellung im September, die erstmals im Freien stattfinden wird. Am Sonntag, 25. September 2022, wird im Garten von Familie Kuth, im Grundweg, ab 14 Uhr eine Obst- und Gemüseausstellung stattfinden. Dort gibt es auch wie gewohnt Kaffee und Kuchen. Alle Mitglieder bekommen Anfang September per Brief bzw. Email die Einzelheiten mitgeteilt.

Sigrid Wiesner


Fahrt des Obst- und Gartenbauvereins nach Würzburg am 25. Juni 2022

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 2. Juli 2022

Gut gelaunt ging es mit zwei Jahren Verspätung im vollbesetzten Reisebus morgens nach Würzburg. Dort hatte der Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach zunächst die Besichtigung der Würzburger Residenz gebucht.
 

In zwei Gruppen erfuhren die Besucher viel über die Geschichte dieses Bauwerks, in dem ab 1780 die Würzburger Fürstbischöfe residierten. Der damals noch unbekannte Architekt Balthasar Neumann entwarf diese bedeutende Schlossanlage des Barock. Das Deckengemälde im Treppenhaus stammt von Tiepolo und wurde in nur 14 Monaten fertiggestellt. Es stellt die 4 Erdteile dar und ihre Bedeutung in dieser Zeit. (Australien war damals noch nicht bekannt.) Nach dem Weißen Saal ging es weiter in den Kaisersaal, der auch heute noch genutzt wird. Vieles wurde im 2. Weltkrieg zerstört und als letztes wurde 1987 das rekonstruierte Spiegelkabinett wiedereröffnet. Nach der Führung blieb Zeit, sich die übrigen Räume des Schlosses anzusehen und im Hofgarten spazieren zu gehen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in einem Gasthof am Main blieb genug Freizeit zum Eis essen oder für einen Brückenwein auf der Alten Mainbrücke. Nachmittags fuhr der Bus die Gruppe nach Thüngersheim. Dort fand auf dem Gelände der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau eine Führung statt. Hier werden hauptsächlich Baumschul- und Obstgehölze angepflanzt und auf ihre Tauglichkeit bei unseren immer wärmer und trockener werdenden Sommern geprüft. Ein extra Bereich ist den sogenannten Klimabäumen gewidmet, die darauf getestet werden, ob sie mit wenig Wasser auskommen und unsere Städte grüner und angenehmer machen können. Man kann nicht einfach Bäume aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland bringen. Auch wenn es inzwischen bei uns im Sommer ähnlich warm und trocken ist, so haben wir doch ganz andere Temperaturen im Winter. Besonders schön war es für die Teilnehmer, dass an den Obstgehölzen überall genascht werden durfte von Brombeeren, Süßkirschen, Johannisbeeren, Felsenbirnen und mehr. Nachdem die beiden Führer viele Fragen der Teilnehmer beantwortet hatten, fuhr der Bus zurück nach Neu-Anspach.

Die nächste Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins ist ein gemütlicher Stammtisch für alle Mitglieder und Freunde des Vereins am Mittwoch, 20. Juli 2022, ab 18 Uhr im Gasthof „Zur Linde“ in Anspach.

Sigrid Wiesner



Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins am 24. Mai 2022

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 4. Juni 2022

Die Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach am 24. Mai 2022 war mit 24 anwesenden Mitgliedern beschlussfähig. Die 2. Vorsitzende Sigrid Wiesner begrüßte die Anwesenden sowie Frank Saltenberger von der Presse.
 

Danach gedachte sie der seit der letzten Mitgliederversammlung verstorbenen fünf Mitglieder. Es wurde eine Gedenkminute eingelegt. Als Tagesordnungpunkt 3 stand die Ehrung für langjährige Mitgliedschaft an. Emmi Müller, die dem Verein seit 25 Jahren angehört, war an diesem Abend da und erhielt ihre Urkunde. Außerdem wurde Dorothea Wünschner für 25 Jahre geehrt und Helmut Anschütz, der bereits 40 Jahre Mitglied beim Obst- und Gartenbauverein ist. Bei Helmut Anschütz ist hervorzuheben, dass er einige Jahre dem Vorstand angehörte und derjenige ist, der die Holzpyramide, die bei der jährlichen Gartenausstellung zum Einsatz kommt, entworfen und maßgeblich mitgebaut hat. Diese beiden Mitglieder bekommen ihre Urkunden zu Hause überreicht.

Den kurzen Jahresbericht 2021 verlas Waltraud Müller. Schatzmeister Volker Kuth stellte den Kassenbericht vor. Die Kassenprüfung hatten Gerhard Aumüller und Jana Stark vorgenommen. Sie konnten eine korrekte Kassenführung bescheinigen und somit konnten Schatzmeister und Vorstand einstimmig entlastet werden.

Für die Beisitzerin Bettina Schmitt stand die turnusmäßige Neuwahl an. Sie wurde einstimmig wiedergewählt. Als weiterer Beisitzer wurde Friedrich Schreiber einstimmig neu in den Vorstand gewählt. Für einen weiteren Beisitzer sowie für die Position des/der 1. Vorsitzenden fand sich leider kein Kandidat. Somit besteht der Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins leider nur aus 6 Mitgliedern, was sehr schade ist. Als neuer Kassenprüfer wurde Wolfgang Fiebiger gewählt, Erstzkassenprüferin für das Vereinsjahr 2022 wird Elke Stark.

Erfreulicherweise konnte das bisherige Jahresprogramm für 2022 wie geplant durchgeführt werden. Beim 3-teiligen Baumschneidekurs mit Mirko Franz, Theorieabende im Januar und Februar und praktischer Teil im März, gab es sehr viel Resonanz. Nicht alle, die teilnehmen wollten, konnten dabei sein, da es eine Obergrenze von 25 Personen gab. Dabei waren auch etliche Nicht-Mitglieder, von denen inzwischen einige dem Verein beigetreten sind. Auch der Kräuterspaziergang am 30. April fand viel Zuspruch. Es gab 2 Führungen mit jeweils 15 Personen. Den weiteren Veranstaltungsplan für 2022 stellten die jeweils direkt involvierten Vorstandsmitglieder vor. Es wird wieder zwei Fahrten geben, im Juni nach Würzburg und im August nach Eltville und zu einem Weingut in Oestrich-Winkel. Dazu gibt es verschiedene Vorträge, eine etwas andere Gartenausstellung im Freien und weitere im Plan erläuterte Unternehmungen. Die Mitgliederzahl beläuft sich zum 31.12.2021 auf 201 Personen.

Der nächste Termin des Obst- und Gartenbauvereins ist eine Tagesfahrt nach Würzburg am Samstag, 25. Juni 2022. Bei dieser Busfahrt sind noch Plätze frei! Gerne können auch Gäste mitkommen. Der Preis für Busfahrt, Führung in der Würzburger Residenz und Besuch des Gartens in Thüngersheim beträgt für Mitglieder 25 Euro, für Nicht-Mitglieder 30 Euro. Anmeldungen und nähere Informationen bei Sigrid Wiesner per email an wiesnerwehrheim@aol.com oder telefonisch unter 06081/59972.

Sigrid Wiesner



Kräuterspaziergang mit Sabine Bachmann

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 14. Mai 2022

In zwei Gruppen mit insgesamt fast 30 Personen streiften Mitglieder und Gäste des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach zusammen mit der Kräuterfachfrau Sabine Bachmann durch die Wiesen in Obernhain zwischen Löschteich und Hessenpark.
 

Noch am Vormittag hatte es geregnet, sodass feste Schuhe oder Gummistiefel die beste Wahl waren. Als erstes ins Auge fielen die zahlreichen Löwenzahnblüten, die um die Wette leuchteten. Sabine Bachmann erklärte, dass beim Löwenzahn alles gesund und genießbar ist, die Blüten, die Blätter und auch die Wurzeln, und das im ganzen Jahr. Löwenzahn wirkt blutreinigend und stärkend und ist durch die darin enthaltenen Bitterstoffe eine Verdauungspflanze.

Die nächste Pflanze, auf die die Referentin einging, war die Brennnessel. Sie hat viele Nährstoffe und wirkt reinigend auf den Körper. Das beste: alle Pflanzen ändern im Jahreslauf ihren Gehalt an Mineralien und Nährstoffen, aber sie enthalten immer das, was der menschliche Körper in der entsprechenden Jahreszeit am meisten braucht. Schon mit der Verwendung von Löwenzahn, Brennnessel und Spitzwegerich kann man viel Gutes für seinen Körper tun. Spitzwegerich hilft, mit Zucker angesetzt, als Sirup gegen Husten, während die Blätter bei Insektenstichen juckreizstillend sind. Was auch jeder kennt, ist das Gänseblümchen. Seine Blüten schmecken sehr gut und sind ein Blickfang auf Salaten. Auch in Eiswürfeln sehen sie dekorativ aus.

Viele weitere Kräuter erklärte Sabine Bachmann während des Spaziergangs, wie Schafgarbe, Vogelmiere, Knoblauchrauke, Gundermann, Giersch, roten Klee, Wiesenschaumkraut, Bärlauch und viele mehr. Wenn man Kräuter sammelt, sollte man das nicht direkt am Wegrand tun, wegen der Verunreinigung durch Hunde, am besten morgens an einem sonnigen Tag und nicht direkt nach Regen. So sind die Kräuter am gehaltvollsten. Aus ihnen lassen sich Wildkräutersalate oder Kräutersuppen zubereiten, man kann sie auch in Quark schnippeln oder Kräuterlimonade herstellen.

Sehr interessiert zeigten sich zwei Grundschülerinnen, Anna und Emilia, die eifrig Kräuter in ihr Körbchen sammelten und auch nicht zögerten, alles zu probieren, was Sabine Bachmann als essbar beschrieb, und das ist fast die ganze Wiese! Nach fast zwei Stunden war man wieder am Ausgangspunkt des Spaziergangs und die Referentin verteilte noch zahlreiche Rezepte und Informationen zu den gefundenen Kräutern.

Sigrid Wiesner



Praktischer Teil des Obstbaumschneidekurses

Erschienen im Usinger Anzeiger am 30. März 2022

Nach zwei Theorie-Abenden im Januar und Februar fand Ende März bei frühlings-haften Temperaturen und Sonnenschein der Praktische Teil des Baumschneidekurses des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach unter der Leitung von Mirko Franz statt. Auf dem stadteigenen Gelände oberhalb des Parkplatzes Friedhof Mitte warteten schon einige Apfelbäume und ein Birnbaum darauf, einen Verjüngungsschnitt zu erfahren.
 

Hier war der Verein vor fünf Jahren bereits aktiv gewesen und in der Zwischenzeit waren viele neue Äste gewachsen. Zunächst zeigte Mirko Franz den etwa 25 Teilnehmern das geeignete Werkzeug zum Baumschneiden. Man braucht eine gute Baumschnitt-Schere, bei der die Klingen aneinander vorbeigehen, da sonst die Äste gequetscht werden und eine Handsäge mit einer Klingenlänge von 33 cm. Beides sollte man am Gürtel in einer Hülle tragen, damit man beim Klettern beide Hände frei hat. Eine Teleskop- oder Stangenschere kann eine Ergänzung sein um dünne Äste abzuschneiden. Sie ersetzt aber nicht die Leiter. Außerdem bleiben bei dieser Art des Schneidens meistens Stummel stehen, was man vermeiden sollte.

Am Anfang widmeten sich die Teilnehmer einem Birnbaum, der zwar schon älter war aber im Wachstum verzögert. Daher erhielt er einen Erziehungsschnitt. In den ersten Jahren eines Obstbaums geht die Kronenerziehung vor den Fruchtertrag. Von der Leiter aus rückte ihm Mirko Franz von oben nach unten zu Leibe und fragte immer wieder die Anwesenden, welche Äste weg müssen und erklärte weshalb er handelte. Nachdem dieser Birnbaum durch beherzten Schnitt zum Neuaustrieb angeregt wurde, ging es weiter mit einem Apfelbaum, der im Kroneninneren sehr verwuchert war. Dadurch war es nicht möglich eine Leiter anzustellen und Mirko Franz kletterte in den Baum um so manchen Ast abzusägen. Viele Äste, die sich gegenseitig überlagerten oder zu steil nach oben wuchsen, wurden herausgeschnitten. An den unteren Ästen, wo man keine Leiter brauchte, waren die Kursteilnehmer aktiv. Bei vielen Ästen wurde diskutiert, welcher denn weg muss. Nach über 3 Stunden war auch dieser Apfelbaum von vielen Ästen im Kronneninneren befreit und die Teilnehmer sammelten alles Abgeschnittene auf einem Stapel. Danach ging es nach Hause um das Gelernte bei den Bäumen im eigenen Garten anzuwenden.

Die nächste Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach ist eine Kräuterwanderung mit Sabine Bachmann am Samstag, 30. April 2022, um 14 Uhr. Treffpunkt ist in Wehrheim-Obernhain die Kreuzung „Zur Thalmühle/Am Löschteich“, direkt am Löschteich. Parkplätze gibt es vor Ort und in den Nebenstraßen. Bei großer Nachfrage wird es eine zweite Führung um 15:45 Uhr geben. Anmeldungen sind notwendig bei Sigrid Wiesner, email: wiesnerwehrheim@aol.com, Tel. 06081/59972.
Am 24. Mai 2022 wird die diesjährige Mitgliederversammlung stattfinden. Es wäre schön und wichtig, dass sich bis dahin ein/e neue/r Vorsitzende/r findet. Wir bitten alle Vereinsmitglieder sich Gedanken zu machen. Außerdem werden Beisitzer/innen gesucht.

Sigrid Wiesner



Fortsetzung des Baumschneide-Lehrgangs

erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 19. Febtuar 2022

Der 2. Teil der Theorie des „Baumschneidens“ des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach fand wieder im Bürgerhaus unter der Leitung von Mirko Franz statt. Diesmal widmete er sich ausführlich den Fragen der Teilnehmer. Außerdem hatte er eine Reihe Fotos mitgebracht, an denen gemeinsam überlegt wurde, wie die Bäume sinnvoll zu schneiden sind.
 

Bei jüngeren Bäumen, die in den ersten 8 – 10 Jahren nach Möglichkeit jährlich geschnitten werden sollten, geht grundsätzlich „formieren“ vor „schneiden“. Das heißt, dass ungünstig stehende Leitäste durch Hochbinden bzw. Abspreizen in den günstigsten Winkel gebracht werden. Nach 1 – 2 Jahren können die Spreizhölzer bzw. Stricke entfernt werden. Auf das Pflanzen junger Bäume war Mirko Franz schon im ersten Teil im Januar eingegangen, wiederholte das Wesentliche aber nochmals. Besonders wichtig ist es, nach dem Pflanzen einen Verbissschutz anzubringen, wie zum Beispiel eine Drahthose.

Es gibt drei Schnittarten, erstens das Wegschneiden ohne Stummel, zweitens das Ableiten, wenn ein Ast zu lang ist. Das dient dazu die Krone zu verkleinen und sollte bei älteren Bäumen etwa alle 3 Jahre stattfinden. Die dritte Schnittart ist das Anschneiden im einjährigen Holz. Das wird nur bei jüngeren Bäumen während der Kronenerziehungsphase gemacht damit sich Verzweigungen bilden. Bei älteren Bäumen ist vor allem darauf zu achten, dass genügend Licht ins Kroneninnere fallen kann. Es wird immer von oben nach unten geschnitten, die oberen Äste müssen kürzer sein als die unteren. Auch sollten nicht alle Wasserschosse entfernt werden. Zu entfernen sind die Äste, die nach unten wachsen. Auch Konkurrenten, also direkt übereinander liegende Äste, die sich gegenseitig verschatten, müssen weg. Außerdem die Rückläufer, das sind Äste, die nach innen ins Kroneninnere wachsen. Zu Hause im eigenen Garten darf das ganze Jahr geschnitten werden. Allerdings ist darauf zu achten, dass keine im Baum brütendenden oder in Baumhöhlen lebenden Tiere gestört werden. Am Schluss des sehr informativen Abends wies Mirko Franz auf empfehlenswerte Literatur zum Thema „Obstbaumschnitt“ hin.

Der praktische Teil des Baumschneidekurses wird am Samstag, 26. März 2022, ab 9 Uhr stattfinden. Treffpunkt ist das städtischen Obstbaum-Grundstück, das sich zwischen Friedhof Mitte und Bolzplatz befindet. Der Friedhof Mitte liegt am Ortsausgang von Anspach in Richtung Rod am Berg und ist ausgeschildert. Genügend Parkplätze sind vor Ort vorhanden. Jeder Teilnehmer sollte eigenes Werkzeug wie Schere und Säge mitbringen.

Sigrid Wiesner



Fachgerechter Obstbaumschnitt mit Mirko Franz

erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 22. Januar 2022

Nach langer Pause konnte im Januar 2022 unter Einhaltung der Coronaregel 2 G plus der 1. theoretischeTeil des Obstbaumschneidekurses unter der Regie des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach im Bürgerhaus stattfinden. Dazu hatten sich mehr als 20 interessierte Zuhörer versammelt, die zum Teil aus Nichtmitgliedern bestanden. Dipl. Ing. Mirko Franz erläuterte zunächst, warum es so wichtig ist Obstbäume regelmäßig zu schneiden..
 

Obstbäume werden geschnitten damit die Früchte mehr Sonne bekommen, die Bäume gesund wachsen, frei von Schädlingen bleiben, in der Größe reduziert werden und eine tragfähige Statik erhalten. Dabei sollten nie mehr als 20 – 30 % in einem Jahr weggeschnitten werden.
Zuerst ging der Referent auf die Anzucht von Jungbäumen ein, die in den ersten 3 - 5 Jahren eine bewuchsfreie Baumscheibe haben sollten, in den Sommermonaten alle zwei Wochen 20 - 30 Liter Wasser benötigen und auch nur wenige Äpfel tragen sollten, da der Baum erst stark und tragfähig wachsen muss. Idealerweise bekommt ein Baum vier Leitäste, die kreuzförmig und steil (45° - 75°) vom Stamm herauswachsen.
Anhand von Bildern veranschaulichte Herr Franz die Spitzen- und Scheitelpunktförderung und wie durch Ausbrechen der Blattknospen und das Wegschneiden zu flacher Äste der Baum erzogen wird. Am Schluss zeigte er Baumäste die von der Mistel befallen sind, einem Halbschmarotzer. Solche Gewächse, die eine Gefahr für die Obstbäume sind, müssen unbedingt entfernt werden.
Mirko Franz ging auf viele Fragen des Publikums ein und konnte immer mit großem Wissen weiter helfen. So freuen sich alle auf den 2. Teil der Theorie am 9. Februar 2022 um 19.30 Uhr. Der praktische Teil des Schneidens findet am 26. März 2022 statt. Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer neuen Homepage: www.ogv-neuanspach.de.

Bettina Schmitt


Das Gartenreich Dessau-Wörlitz, Vortrag am 5. Oktober 2021

erschienen im Usinger Anzeiger am 19.10.2021

Der Obst- und Gartenbauverein Neu-Anspach hatte zu einem Vortrag über das Gartenreich Dessau-Wörlitz eingeladen und mehr als 35 Mitglieder und Freunde des Vereins kamen ins Bürgerhaus. Nach einer Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Wolfgang Strubel, der sich sehr freute, dass der Verein endlich wieder eine Veranstaltung anbieten konnte, startete Edith Gottwald mit ihren Ausführungen.
 

Sie hatte einen Vortrag mit Bildern vorbereitet, der nicht nur die Schönheiten dieser Kulturlandschaft zeigte, sondern auch viele Informationen über die geschichtliche Bedeutung und Entwicklung der Gärten im Allgemeinen und die damit einhergehende politische Entwicklung über Jahrhunderte erklärte. Das Gartenreich Dessau-Wörlitz liegt in Sachsen-Anhalt und wurde zusammen mit Dessau im Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Es umfasst eine Fläche von 142 Quadratkilometern entlang der Elbe im Biosphärenreservat Mittelelbe.

Ab dem Jahr 1764 wurde der Garten unter der Regie von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau angelegt. Zunächst gab es mehrere Gärten, Parks und Schlösser, die durch Auen und Wälder miteinander verbunden wurden. Fürst Franz hatte einige Länder Europas bereist und sich Gärten angeschaut. Die Barockgärten in Italien und Frankreich, wie zum Beispiel Versailles, lehnte er ab. Stattdessen wurden die englischen Landschaftsgärten, die sich an der Natur orientieren und keine geschnittenen Bäume und dekorativen Blumenbeete zeigen, zum Vorbild für Wörlitz. Die Gartenanlagen in Wörlitz waren einer der frühesten und bedeutendsten Landschaftsgärten im englischen Stil auf europäischem Festland. Schon immer waren diese Parkanlagen für jedermann zugänglich. Dadurch, dass es durch die Jahrhunderte immer Menschen gab, die die Gärten gepflegt haben, haben sie bis heute nichts von ihrer Schönheit und Anziehungskraft eingebüßt. Da die Gärten nahe der Elbe und Mulde liegen, wurden sie oft von Überschwemmungen bedroht. Deshalb wurden Deiche und Dämme gebaut und in das Gesamtbild eingebunden. Bedeutende Gestaltungselemente im Park sind viele Brücken, die alle unterschiedlich sind und Namen haben, wie zum Beispiel Palladiobrücke, Hornzackenbrücke und Wolfsbrücke. Zahlreiche Alleen, Deichwege und Sichtachsen, häufig mit kleinen Tempeln, Grotten und Statuen verschönert, verbinden die Einzelgärten. Edith Gottwald beendete ihren sehr interessanten Vortrag mit Bildern von Schloss Oranienbaum, das wie einige andere Schlösser zum Gartenreich gehört und nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder für Besichtigungen geöffnet ist.

Wolfgang Strubel bedankte sich bei Frau Gottwald mit einem herbstlichen Blumenkorb und berichtete den Anwesenden Mitgliedern, dass sich der Vorstand des Vereins bemüht, am 10. Dezember eine Weihnachtsfeier anbieten zu können. Ob und wie das sein wird, wird sich in den kommenden Wochen herausstellen.

Sigrid Wiesner


Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins am 7. August 2021 mit anschließendem Grillnachmittag

erschienen in der Taunus Zeitung am 9.8.2021

In ungewohnter Umgebung fand die Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach in diesem Jahr statt. Da es im Februar nicht möglich war sich wie gewohnt zu treffen, bot es sich an, die Mitgliederversammlung mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Grillnachmittag zusammenzulegen.
 

Familie Stark hatte wieder ihr Grundstück zur Verfügung gestellt. Wegen des unbeständigen Wetters war allerdings nicht die Obstbaumwiese, wie in den Vorjahren, sondern eine große Halle das Ziel von mehr als 50 Mitgliedern und einigen Partnern.Bevor man sich Kaffee, Kuchen und Gegrilltes mit Salaten schmecken ließ, stand die Versammlung an.

Mit 50 anwesenden Mitgliedern war die Jahreshauptversammlung beschlussfähig. Der 2. Vorsitzende Detlef Mühl begrüßte die Anwesenden und gedachte zuächst der seit der letzten Mitgliederversammlung verstorbenen sechs Mitglieder. Nach einer Schweigeminute folgten Ehrungen, die Schatzmeister Volker Kuth vornahm. Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Prof. Dr. Eugen Ernst geehrt, der leider nicht anwesend war. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Karin und Michael Herrmann geehrt, die ihre Urkunden in Empfang nahmen.

Den sehr kurzen Jahresbericht 2020 verlas Sigrid Wiesner. Danach folgte der Kassenbericht von Schatzmeister Volker Kuth. Die Kassenprüfer Gerhard Aumüller und Jana Stark bescheinigten ihm eine korrekte Kassenführung, somit konnten Schatzmeister und Vorstand entlastet werden.

Nun kam es zum spannenden Teil des Nachmittags, den Neuwahlen zum Vorstand. Zur Überraschung der Anwesenden hatte sich ein Kandidat für den 1. Vorsitzenden gefunden. Wolfgang Strubel, der schon vorher dem Vorstand als Beisitzer angehört hatte, stellte sich für dieses Amt zur Verfügung und wurde mit großer Mehrheit gewählt. Als 2. Vorsitzende wurde die bisherige Schriftführerin Sigrid Wiesner gewählt und als neue Schriftführerin die bisherige Beisitzerin Waltraud Müller. Alter und neuer Schatzmeister ist Volker Kuth. Detlef Mühl ist neuer Beisitzer. Zwei weitere Beisitzerposten bleiben unbesetzt, da sich niemand zur Wahl stellte. Somit besteht der Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins nur noch aus 6 Mitgliedern, was sehr schade ist. Als neuer Ersatzkassenprüfer wurde Harald Schmitt gewählt.

Weitere Veranstaltungen können aktuell nicht geplant werden. Die Mitgliederzahl beläuft sich zur Zeit auf 212 Personen.

Nach einem Dankeschön in Form eines kleinen Präsents an Elke Stark für ihr Engagement beim Grillnachmittag ging man zum gemütlichen Teil über. Unermüdlich legten Ralf Johannhörster und Peter Wiesner leckere Steaks und zweierlei Würste auf den Grill. Die Mitglieder hatten selbstgemachte Salate und Kuchen mitgebracht. Man merkte, dass es für viele ein willkommener Anlass war, endlich mal wieder raus zu kommen und sich mit Leuten zu treffen, die man lange nicht mehr gesehen hatte.

Sigrid Wiesner