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Presse:

 


Erste Obst- und Gemüseausstellung im Freien am 25. September 2022

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 1. Oktober 2022

Das Wagnis einer Obst- und Gemüseausstellung draußen hat sich gelohnt. Die treuen Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins sowie einige Gäste kamen trotz herbstlichem Wetter mit gelegentlichem Regen in den Garten der Familie Kuth.
 
Hier waren Zelte aufgebaut und drinnen konnte man es bei Kaffee und Kuchen ohne zu frieren oder nass zu werden gut aushalten. Es kamen über den Nachmittag verteilt etwa 50 Besucher, die sich darüber freuten, dass die Pyramide aufgebaut und mit Obst und Gemüse abwechslungsreich bestückt war. Natürlich gab es viele Apfelsorten, da in diesem Jahr in den meisten Gärten die Apfelernte gut ausfällt, wenn auch schon viele Früchte von den reich tragenden Bäumen herabgefallen sind. Die ersten Walnüsse waren ebenso zu finden wie Trauben und sogar kleine Zuckermelonen, die einen intensiven Duft verströmten. Die Spitze der Pyramide war bestückt mit zwei roten Paprikapflanzen sowie einer orangen Chilipflanze. Besonders auffällig war eine Rote Beete Sorte, bei der das Innere rot-weiß-geringelt ist. Es gab aber auch Kartoffeln, Zwiebeln, Karotten und verschiedene Kürbisse. Auch wenn die Pyramide gut gefüllt war, wurden Obst- und Gemüse leider nur von wenigen Gärtnern beigesteuert. Denn inzwischen betreiben nur noch wenige Mitglieder Gemüseanbau im eigenen Garten, was in erster Linie auf das Alter zurückzuführen ist.
Außer viel Kuchenauswahl mit Kaffee gab es frisch gekelterten Süßen, den ein Mitglied gespendet hatte, und den Informations- und Verkaufsstand der Imkerin Stefanie Kröger, die viel Wissenswertes zu ihren Bienen vermitteln konnte. Auch die Schätzfrage, wieviele Korken sich in einem Behälter befinden, hatte mit der Imkerei zu tun. Denn Stefanie Kröger braucht diese Korken als Schwimmhilfe für die Bienen, wenn sie diesen Zuckerlösung in einem Eimer als Ausgleich für den von ihr entnommenen Honig in den Bienenstock stellt. Die abgegebenen Zettel hatten Lösungen zwischen 100 und 999 Korken parat. Die richtige Lösung lautete 353 und wurden von zwei Ratenden um je 3 Korken verfehlt. Die vier Mitglieder, die der Lösung am nächsten kamen, wurden mit kleinen Preisen belohnt. Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung und alle waren sich einig, dass es bei Sonnenschein im Freien noch viel schöner gewesen wäre.
Die nächste Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins ist ein Vortrag der Naturheilpraktikerin Patricia Meier zum Thema „Darmgesundheit“ am 18. Oktober 2022 um 19:30 Uhr im Bürgerhaus Neu-Anspach. Zu diesem Vortrag sind Gäste herzlich willkommen.


Sigrid Wiesner


Fahrt navch Eltville

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am  17. September 2022

Am letzten August-Wochenende starteten Mitglieder und Gäste des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach als Halbtages-Ausflug bei angenehmem Spätsommerwetter in den Rheingau.
 
Diese Fahrt war schon für letztes Jahr geplant und vorgesehen, musste jedoch corona-bedingt auf dieses Jahr verlegt werden, wenngleich es schwieriger wurde, ein geeignetes Weingut für die vorgesehene Weinverkostung zu finden, da auch in dieser Branche durch Personalausfälle nicht mehr viele Weingüter Derartiges anbieten.
Mit einem vollbesetzten Bus startete man erwartungsvoll am späten Vormittag Richtung Rheingau - nach Eltville als größte Stadt im Rheingau, die sich Wein-/Sekt- und Rosenstadt nennt, seit jüngster Zeit (2006) auch Gutenbergstadt, da man wohl durch die Nähe zu Mainz kindliche Spuren Gutenberg´s zu Eltville vermutet. In der Rosenstadt Eltville wurden von Stadtführern zwei Führungen „Spaziergang durch den Rosengarten und die Burganlage“ sowie „Allgemeine Stadtführung durch die intensiv mit Rosen bewachsene historische Altstadt“ angeboten. Insbesondere im Rosengarten und Burggraben konnte man neben einigen Raritäten von Rosensorten die Vielfalt der Rosen erleben, die alle Sinne anspricht. Bei dem Gang durch die historische Altstadt waren neben schön mit Rosen bewachsenen Fachwerkhäusern malerische Patrizierhäuser und prunkvolle Adelshöfe zu bestaunen. Nach den jeweiligen informativen Führungen blieb noch Zeit für eine Eis-Pause, Kaffeestunde (mit dem Eltviller Rosentörtchen?) oder ein Verweilen an den gut bestückten Weinständen der autofreien Rheinufer-Promenade, die auch als Riviera des Rheingaus bezeichnet wird.
 Nächstes Ziel war ein traditionsreiches Weingut im nahegelegene Walluf in der idyllischen Gutsschänke bei Weinverkostung und leckerem Essen. Gutgelaunt und fröhlich machte man sich am späten Abend auf den Nachhauseweg.

Die nächste Aktivität des OGV Neu-Anspach ist die Obst- und Gemüseausstellung am Sonntag, 25. September 2022 von 14.00 bis 17.00 Uhr – in diesem Jahr als Gartenausstellung im Garten der Familie Kuth im Grundweg (neben dem Bolzplatz).


Waltraud Müller


Stammtisch des Obst- und Gartenbauvereins

Erschienen in den Neu-Anspacher Nachrichten im September 2022

Das Sommerwetter lud zum Draußensitzen ein und so kamen mehr als zehn Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach im Biergarten des Lokals „Zur Linde“ zu einem gemütlichen Beisammensein zusammen. Bei kühlen Getränken und etwas zu essen wurde nicht nur über die Gärten zu Hause und die große Trockenheit geredet. Ein wichtiges Thema war die bevorstehende Fahrt nach Eltville und die Gartenausstellung im September, die erstmals im Freien stattfinden wird. Am Sonntag, 25. September 2022, wird im Garten von Familie Kuth, im Grundweg, ab 14 Uhr eine Obst- und Gemüseausstellung stattfinden. Dort gibt es auch wie gewohnt Kaffee und Kuchen. Alle Mitglieder bekommen Anfang September per Brief bzw. Email die Einzelheiten mitgeteilt.

Sigrid Wiesner


Fahrt des Obst- und Gartenbauvereins nach Würzburg am 25. Juni 2022

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 2. Juli 2022

Gut gelaunt ging es mit zwei Jahren Verspätung im vollbesetzten Reisebus morgens nach Würzburg. Dort hatte der Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach zunächst die Besichtigung der Würzburger Residenz gebucht.
 

In zwei Gruppen erfuhren die Besucher viel über die Geschichte dieses Bauwerks, in dem ab 1780 die Würzburger Fürstbischöfe residierten. Der damals noch unbekannte Architekt Balthasar Neumann entwarf diese bedeutende Schlossanlage des Barock. Das Deckengemälde im Treppenhaus stammt von Tiepolo und wurde in nur 14 Monaten fertiggestellt. Es stellt die 4 Erdteile dar und ihre Bedeutung in dieser Zeit. (Australien war damals noch nicht bekannt.) Nach dem Weißen Saal ging es weiter in den Kaisersaal, der auch heute noch genutzt wird. Vieles wurde im 2. Weltkrieg zerstört und als letztes wurde 1987 das rekonstruierte Spiegelkabinett wiedereröffnet. Nach der Führung blieb Zeit, sich die übrigen Räume des Schlosses anzusehen und im Hofgarten spazieren zu gehen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in einem Gasthof am Main blieb genug Freizeit zum Eis essen oder für einen Brückenwein auf der Alten Mainbrücke. Nachmittags fuhr der Bus die Gruppe nach Thüngersheim. Dort fand auf dem Gelände der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau eine Führung statt. Hier werden hauptsächlich Baumschul- und Obstgehölze angepflanzt und auf ihre Tauglichkeit bei unseren immer wärmer und trockener werdenden Sommern geprüft. Ein extra Bereich ist den sogenannten Klimabäumen gewidmet, die darauf getestet werden, ob sie mit wenig Wasser auskommen und unsere Städte grüner und angenehmer machen können. Man kann nicht einfach Bäume aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland bringen. Auch wenn es inzwischen bei uns im Sommer ähnlich warm und trocken ist, so haben wir doch ganz andere Temperaturen im Winter. Besonders schön war es für die Teilnehmer, dass an den Obstgehölzen überall genascht werden durfte von Brombeeren, Süßkirschen, Johannisbeeren, Felsenbirnen und mehr. Nachdem die beiden Führer viele Fragen der Teilnehmer beantwortet hatten, fuhr der Bus zurück nach Neu-Anspach.

Die nächste Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins ist ein gemütlicher Stammtisch für alle Mitglieder und Freunde des Vereins am Mittwoch, 20. Juli 2022, ab 18 Uhr im Gasthof „Zur Linde“ in Anspach.

Sigrid Wiesner



Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins am 24. Mai 2022

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 4. Juni 2022

Die Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach am 24. Mai 2022 war mit 24 anwesenden Mitgliedern beschlussfähig. Die 2. Vorsitzende Sigrid Wiesner begrüßte die Anwesenden sowie Frank Saltenberger von der Presse.
 

Danach gedachte sie der seit der letzten Mitgliederversammlung verstorbenen fünf Mitglieder. Es wurde eine Gedenkminute eingelegt. Als Tagesordnungpunkt 3 stand die Ehrung für langjährige Mitgliedschaft an. Emmi Müller, die dem Verein seit 25 Jahren angehört, war an diesem Abend da und erhielt ihre Urkunde. Außerdem wurde Dorothea Wünschner für 25 Jahre geehrt und Helmut Anschütz, der bereits 40 Jahre Mitglied beim Obst- und Gartenbauverein ist. Bei Helmut Anschütz ist hervorzuheben, dass er einige Jahre dem Vorstand angehörte und derjenige ist, der die Holzpyramide, die bei der jährlichen Gartenausstellung zum Einsatz kommt, entworfen und maßgeblich mitgebaut hat. Diese beiden Mitglieder bekommen ihre Urkunden zu Hause überreicht.

Den kurzen Jahresbericht 2021 verlas Waltraud Müller. Schatzmeister Volker Kuth stellte den Kassenbericht vor. Die Kassenprüfung hatten Gerhard Aumüller und Jana Stark vorgenommen. Sie konnten eine korrekte Kassenführung bescheinigen und somit konnten Schatzmeister und Vorstand einstimmig entlastet werden.

Für die Beisitzerin Bettina Schmitt stand die turnusmäßige Neuwahl an. Sie wurde einstimmig wiedergewählt. Als weiterer Beisitzer wurde Friedrich Schreiber einstimmig neu in den Vorstand gewählt. Für einen weiteren Beisitzer sowie für die Position des/der 1. Vorsitzenden fand sich leider kein Kandidat. Somit besteht der Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins leider nur aus 6 Mitgliedern, was sehr schade ist. Als neuer Kassenprüfer wurde Wolfgang Fiebiger gewählt, Erstzkassenprüferin für das Vereinsjahr 2022 wird Elke Stark.

Erfreulicherweise konnte das bisherige Jahresprogramm für 2022 wie geplant durchgeführt werden. Beim 3-teiligen Baumschneidekurs mit Mirko Franz, Theorieabende im Januar und Februar und praktischer Teil im März, gab es sehr viel Resonanz. Nicht alle, die teilnehmen wollten, konnten dabei sein, da es eine Obergrenze von 25 Personen gab. Dabei waren auch etliche Nicht-Mitglieder, von denen inzwischen einige dem Verein beigetreten sind. Auch der Kräuterspaziergang am 30. April fand viel Zuspruch. Es gab 2 Führungen mit jeweils 15 Personen. Den weiteren Veranstaltungsplan für 2022 stellten die jeweils direkt involvierten Vorstandsmitglieder vor. Es wird wieder zwei Fahrten geben, im Juni nach Würzburg und im August nach Eltville und zu einem Weingut in Oestrich-Winkel. Dazu gibt es verschiedene Vorträge, eine etwas andere Gartenausstellung im Freien und weitere im Plan erläuterte Unternehmungen. Die Mitgliederzahl beläuft sich zum 31.12.2021 auf 201 Personen.

Der nächste Termin des Obst- und Gartenbauvereins ist eine Tagesfahrt nach Würzburg am Samstag, 25. Juni 2022. Bei dieser Busfahrt sind noch Plätze frei! Gerne können auch Gäste mitkommen. Der Preis für Busfahrt, Führung in der Würzburger Residenz und Besuch des Gartens in Thüngersheim beträgt für Mitglieder 25 Euro, für Nicht-Mitglieder 30 Euro. Anmeldungen und nähere Informationen bei Sigrid Wiesner per email an wiesnerwehrheim@aol.com oder telefonisch unter 06081/59972.

Sigrid Wiesner



Kräuterspaziergang mit Sabine Bachmann

Erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 14. Mai 2022

In zwei Gruppen mit insgesamt fast 30 Personen streiften Mitglieder und Gäste des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach zusammen mit der Kräuterfachfrau Sabine Bachmann durch die Wiesen in Obernhain zwischen Löschteich und Hessenpark.
 

Noch am Vormittag hatte es geregnet, sodass feste Schuhe oder Gummistiefel die beste Wahl waren. Als erstes ins Auge fielen die zahlreichen Löwenzahnblüten, die um die Wette leuchteten. Sabine Bachmann erklärte, dass beim Löwenzahn alles gesund und genießbar ist, die Blüten, die Blätter und auch die Wurzeln, und das im ganzen Jahr. Löwenzahn wirkt blutreinigend und stärkend und ist durch die darin enthaltenen Bitterstoffe eine Verdauungspflanze.

Die nächste Pflanze, auf die die Referentin einging, war die Brennnessel. Sie hat viele Nährstoffe und wirkt reinigend auf den Körper. Das beste: alle Pflanzen ändern im Jahreslauf ihren Gehalt an Mineralien und Nährstoffen, aber sie enthalten immer das, was der menschliche Körper in der entsprechenden Jahreszeit am meisten braucht. Schon mit der Verwendung von Löwenzahn, Brennnessel und Spitzwegerich kann man viel Gutes für seinen Körper tun. Spitzwegerich hilft, mit Zucker angesetzt, als Sirup gegen Husten, während die Blätter bei Insektenstichen juckreizstillend sind. Was auch jeder kennt, ist das Gänseblümchen. Seine Blüten schmecken sehr gut und sind ein Blickfang auf Salaten. Auch in Eiswürfeln sehen sie dekorativ aus.

Viele weitere Kräuter erklärte Sabine Bachmann während des Spaziergangs, wie Schafgarbe, Vogelmiere, Knoblauchrauke, Gundermann, Giersch, roten Klee, Wiesenschaumkraut, Bärlauch und viele mehr. Wenn man Kräuter sammelt, sollte man das nicht direkt am Wegrand tun, wegen der Verunreinigung durch Hunde, am besten morgens an einem sonnigen Tag und nicht direkt nach Regen. So sind die Kräuter am gehaltvollsten. Aus ihnen lassen sich Wildkräutersalate oder Kräutersuppen zubereiten, man kann sie auch in Quark schnippeln oder Kräuterlimonade herstellen.

Sehr interessiert zeigten sich zwei Grundschülerinnen, Anna und Emilia, die eifrig Kräuter in ihr Körbchen sammelten und auch nicht zögerten, alles zu probieren, was Sabine Bachmann als essbar beschrieb, und das ist fast die ganze Wiese! Nach fast zwei Stunden war man wieder am Ausgangspunkt des Spaziergangs und die Referentin verteilte noch zahlreiche Rezepte und Informationen zu den gefundenen Kräutern.

Sigrid Wiesner



Praktischer Teil des Obstbaumschneidekurses

Erschienen im Usinger Anzeiger am 30. März 2022

Nach zwei Theorie-Abenden im Januar und Februar fand Ende März bei frühlings-haften Temperaturen und Sonnenschein der Praktische Teil des Baumschneidekurses des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach unter der Leitung von Mirko Franz statt. Auf dem stadteigenen Gelände oberhalb des Parkplatzes Friedhof Mitte warteten schon einige Apfelbäume und ein Birnbaum darauf, einen Verjüngungsschnitt zu erfahren.
 

Hier war der Verein vor fünf Jahren bereits aktiv gewesen und in der Zwischenzeit waren viele neue Äste gewachsen. Zunächst zeigte Mirko Franz den etwa 25 Teilnehmern das geeignete Werkzeug zum Baumschneiden. Man braucht eine gute Baumschnitt-Schere, bei der die Klingen aneinander vorbeigehen, da sonst die Äste gequetscht werden und eine Handsäge mit einer Klingenlänge von 33 cm. Beides sollte man am Gürtel in einer Hülle tragen, damit man beim Klettern beide Hände frei hat. Eine Teleskop- oder Stangenschere kann eine Ergänzung sein um dünne Äste abzuschneiden. Sie ersetzt aber nicht die Leiter. Außerdem bleiben bei dieser Art des Schneidens meistens Stummel stehen, was man vermeiden sollte.

Am Anfang widmeten sich die Teilnehmer einem Birnbaum, der zwar schon älter war aber im Wachstum verzögert. Daher erhielt er einen Erziehungsschnitt. In den ersten Jahren eines Obstbaums geht die Kronenerziehung vor den Fruchtertrag. Von der Leiter aus rückte ihm Mirko Franz von oben nach unten zu Leibe und fragte immer wieder die Anwesenden, welche Äste weg müssen und erklärte weshalb er handelte. Nachdem dieser Birnbaum durch beherzten Schnitt zum Neuaustrieb angeregt wurde, ging es weiter mit einem Apfelbaum, der im Kroneninneren sehr verwuchert war. Dadurch war es nicht möglich eine Leiter anzustellen und Mirko Franz kletterte in den Baum um so manchen Ast abzusägen. Viele Äste, die sich gegenseitig überlagerten oder zu steil nach oben wuchsen, wurden herausgeschnitten. An den unteren Ästen, wo man keine Leiter brauchte, waren die Kursteilnehmer aktiv. Bei vielen Ästen wurde diskutiert, welcher denn weg muss. Nach über 3 Stunden war auch dieser Apfelbaum von vielen Ästen im Kronneninneren befreit und die Teilnehmer sammelten alles Abgeschnittene auf einem Stapel. Danach ging es nach Hause um das Gelernte bei den Bäumen im eigenen Garten anzuwenden.

Die nächste Veranstaltung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach ist eine Kräuterwanderung mit Sabine Bachmann am Samstag, 30. April 2022, um 14 Uhr. Treffpunkt ist in Wehrheim-Obernhain die Kreuzung „Zur Thalmühle/Am Löschteich“, direkt am Löschteich. Parkplätze gibt es vor Ort und in den Nebenstraßen. Bei großer Nachfrage wird es eine zweite Führung um 15:45 Uhr geben. Anmeldungen sind notwendig bei Sigrid Wiesner, email: wiesnerwehrheim@aol.com, Tel. 06081/59972.
Am 24. Mai 2022 wird die diesjährige Mitgliederversammlung stattfinden. Es wäre schön und wichtig, dass sich bis dahin ein/e neue/r Vorsitzende/r findet. Wir bitten alle Vereinsmitglieder sich Gedanken zu machen. Außerdem werden Beisitzer/innen gesucht.

Sigrid Wiesner



Fortsetzung des Baumschneide-Lehrgangs

erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 19. Febtuar 2022

Der 2. Teil der Theorie des „Baumschneidens“ des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach fand wieder im Bürgerhaus unter der Leitung von Mirko Franz statt. Diesmal widmete er sich ausführlich den Fragen der Teilnehmer. Außerdem hatte er eine Reihe Fotos mitgebracht, an denen gemeinsam überlegt wurde, wie die Bäume sinnvoll zu schneiden sind.
 

Bei jüngeren Bäumen, die in den ersten 8 – 10 Jahren nach Möglichkeit jährlich geschnitten werden sollten, geht grundsätzlich „formieren“ vor „schneiden“. Das heißt, dass ungünstig stehende Leitäste durch Hochbinden bzw. Abspreizen in den günstigsten Winkel gebracht werden. Nach 1 – 2 Jahren können die Spreizhölzer bzw. Stricke entfernt werden. Auf das Pflanzen junger Bäume war Mirko Franz schon im ersten Teil im Januar eingegangen, wiederholte das Wesentliche aber nochmals. Besonders wichtig ist es, nach dem Pflanzen einen Verbissschutz anzubringen, wie zum Beispiel eine Drahthose.

Es gibt drei Schnittarten, erstens das Wegschneiden ohne Stummel, zweitens das Ableiten, wenn ein Ast zu lang ist. Das dient dazu die Krone zu verkleinen und sollte bei älteren Bäumen etwa alle 3 Jahre stattfinden. Die dritte Schnittart ist das Anschneiden im einjährigen Holz. Das wird nur bei jüngeren Bäumen während der Kronenerziehungsphase gemacht damit sich Verzweigungen bilden. Bei älteren Bäumen ist vor allem darauf zu achten, dass genügend Licht ins Kroneninnere fallen kann. Es wird immer von oben nach unten geschnitten, die oberen Äste müssen kürzer sein als die unteren. Auch sollten nicht alle Wasserschosse entfernt werden. Zu entfernen sind die Äste, die nach unten wachsen. Auch Konkurrenten, also direkt übereinander liegende Äste, die sich gegenseitig verschatten, müssen weg. Außerdem die Rückläufer, das sind Äste, die nach innen ins Kroneninnere wachsen. Zu Hause im eigenen Garten darf das ganze Jahr geschnitten werden. Allerdings ist darauf zu achten, dass keine im Baum brütendenden oder in Baumhöhlen lebenden Tiere gestört werden. Am Schluss des sehr informativen Abends wies Mirko Franz auf empfehlenswerte Literatur zum Thema „Obstbaumschnitt“ hin.

Der praktische Teil des Baumschneidekurses wird am Samstag, 26. März 2022, ab 9 Uhr stattfinden. Treffpunkt ist das städtischen Obstbaum-Grundstück, das sich zwischen Friedhof Mitte und Bolzplatz befindet. Der Friedhof Mitte liegt am Ortsausgang von Anspach in Richtung Rod am Berg und ist ausgeschildert. Genügend Parkplätze sind vor Ort vorhanden. Jeder Teilnehmer sollte eigenes Werkzeug wie Schere und Säge mitbringen.

Sigrid Wiesner



Fachgerechter Obstbaumschnitt mit Mirko Franz

erschienen im Usinger Anzeigenblatt am 22. Januar 2022

Nach langer Pause konnte im Januar 2022 unter Einhaltung der Coronaregel 2 G plus der 1. theoretischeTeil des Obstbaumschneidekurses unter der Regie des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach im Bürgerhaus stattfinden. Dazu hatten sich mehr als 20 interessierte Zuhörer versammelt, die zum Teil aus Nichtmitgliedern bestanden. Dipl. Ing. Mirko Franz erläuterte zunächst, warum es so wichtig ist Obstbäume regelmäßig zu schneiden..
 

Obstbäume werden geschnitten damit die Früchte mehr Sonne bekommen, die Bäume gesund wachsen, frei von Schädlingen bleiben, in der Größe reduziert werden und eine tragfähige Statik erhalten. Dabei sollten nie mehr als 20 – 30 % in einem Jahr weggeschnitten werden.
Zuerst ging der Referent auf die Anzucht von Jungbäumen ein, die in den ersten 3 - 5 Jahren eine bewuchsfreie Baumscheibe haben sollten, in den Sommermonaten alle zwei Wochen 20 - 30 Liter Wasser benötigen und auch nur wenige Äpfel tragen sollten, da der Baum erst stark und tragfähig wachsen muss. Idealerweise bekommt ein Baum vier Leitäste, die kreuzförmig und steil (45° - 75°) vom Stamm herauswachsen.
Anhand von Bildern veranschaulichte Herr Franz die Spitzen- und Scheitelpunktförderung und wie durch Ausbrechen der Blattknospen und das Wegschneiden zu flacher Äste der Baum erzogen wird. Am Schluss zeigte er Baumäste die von der Mistel befallen sind, einem Halbschmarotzer. Solche Gewächse, die eine Gefahr für die Obstbäume sind, müssen unbedingt entfernt werden.
Mirko Franz ging auf viele Fragen des Publikums ein und konnte immer mit großem Wissen weiter helfen. So freuen sich alle auf den 2. Teil der Theorie am 9. Februar 2022 um 19.30 Uhr. Der praktische Teil des Schneidens findet am 26. März 2022 statt. Weitere Informationen finden Sie auch auf unserer neuen Homepage: www.ogv-neuanspach.de.

Bettina Schmitt


Das Gartenreich Dessau-Wörlitz, Vortrag am 5. Oktober 2021

erschienen im Usinger Anzeiger am 19.10.2021

Der Obst- und Gartenbauverein Neu-Anspach hatte zu einem Vortrag über das Gartenreich Dessau-Wörlitz eingeladen und mehr als 35 Mitglieder und Freunde des Vereins kamen ins Bürgerhaus. Nach einer Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Wolfgang Strubel, der sich sehr freute, dass der Verein endlich wieder eine Veranstaltung anbieten konnte, startete Edith Gottwald mit ihren Ausführungen.
 

Sie hatte einen Vortrag mit Bildern vorbereitet, der nicht nur die Schönheiten dieser Kulturlandschaft zeigte, sondern auch viele Informationen über die geschichtliche Bedeutung und Entwicklung der Gärten im Allgemeinen und die damit einhergehende politische Entwicklung über Jahrhunderte erklärte. Das Gartenreich Dessau-Wörlitz liegt in Sachsen-Anhalt und wurde zusammen mit Dessau im Jahr 2000 zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Es umfasst eine Fläche von 142 Quadratkilometern entlang der Elbe im Biosphärenreservat Mittelelbe.

Ab dem Jahr 1764 wurde der Garten unter der Regie von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau angelegt. Zunächst gab es mehrere Gärten, Parks und Schlösser, die durch Auen und Wälder miteinander verbunden wurden. Fürst Franz hatte einige Länder Europas bereist und sich Gärten angeschaut. Die Barockgärten in Italien und Frankreich, wie zum Beispiel Versailles, lehnte er ab. Stattdessen wurden die englischen Landschaftsgärten, die sich an der Natur orientieren und keine geschnittenen Bäume und dekorativen Blumenbeete zeigen, zum Vorbild für Wörlitz. Die Gartenanlagen in Wörlitz waren einer der frühesten und bedeutendsten Landschaftsgärten im englischen Stil auf europäischem Festland. Schon immer waren diese Parkanlagen für jedermann zugänglich. Dadurch, dass es durch die Jahrhunderte immer Menschen gab, die die Gärten gepflegt haben, haben sie bis heute nichts von ihrer Schönheit und Anziehungskraft eingebüßt. Da die Gärten nahe der Elbe und Mulde liegen, wurden sie oft von Überschwemmungen bedroht. Deshalb wurden Deiche und Dämme gebaut und in das Gesamtbild eingebunden. Bedeutende Gestaltungselemente im Park sind viele Brücken, die alle unterschiedlich sind und Namen haben, wie zum Beispiel Palladiobrücke, Hornzackenbrücke und Wolfsbrücke. Zahlreiche Alleen, Deichwege und Sichtachsen, häufig mit kleinen Tempeln, Grotten und Statuen verschönert, verbinden die Einzelgärten. Edith Gottwald beendete ihren sehr interessanten Vortrag mit Bildern von Schloss Oranienbaum, das wie einige andere Schlösser zum Gartenreich gehört und nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten wieder für Besichtigungen geöffnet ist.

Wolfgang Strubel bedankte sich bei Frau Gottwald mit einem herbstlichen Blumenkorb und berichtete den Anwesenden Mitgliedern, dass sich der Vorstand des Vereins bemüht, am 10. Dezember eine Weihnachtsfeier anbieten zu können. Ob und wie das sein wird, wird sich in den kommenden Wochen herausstellen.

Sigrid Wiesner


Jahreshauptversammlung des Obst- und Gartenbauvereins am 7. August 2021 mit anschließendem Grillnachmittag

erschienen in der Taunus Zeitung am 9.8.2021

In ungewohnter Umgebung fand die Mitgliederversammlung des Obst- und Gartenbauvereins Neu-Anspach in diesem Jahr statt. Da es im Februar nicht möglich war sich wie gewohnt zu treffen, bot es sich an, die Mitgliederversammlung mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Grillnachmittag zusammenzulegen.
 

Familie Stark hatte wieder ihr Grundstück zur Verfügung gestellt. Wegen des unbeständigen Wetters war allerdings nicht die Obstbaumwiese, wie in den Vorjahren, sondern eine große Halle das Ziel von mehr als 50 Mitgliedern und einigen Partnern.Bevor man sich Kaffee, Kuchen und Gegrilltes mit Salaten schmecken ließ, stand die Versammlung an.

Mit 50 anwesenden Mitgliedern war die Jahreshauptversammlung beschlussfähig. Der 2. Vorsitzende Detlef Mühl begrüßte die Anwesenden und gedachte zuächst der seit der letzten Mitgliederversammlung verstorbenen sechs Mitglieder. Nach einer Schweigeminute folgten Ehrungen, die Schatzmeister Volker Kuth vornahm. Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Prof. Dr. Eugen Ernst geehrt, der leider nicht anwesend war. Für 25 Jahre Mitgliedschaft wurden Karin und Michael Herrmann geehrt, die ihre Urkunden in Empfang nahmen.

Den sehr kurzen Jahresbericht 2020 verlas Sigrid Wiesner. Danach folgte der Kassenbericht von Schatzmeister Volker Kuth. Die Kassenprüfer Gerhard Aumüller und Jana Stark bescheinigten ihm eine korrekte Kassenführung, somit konnten Schatzmeister und Vorstand entlastet werden.

Nun kam es zum spannenden Teil des Nachmittags, den Neuwahlen zum Vorstand. Zur Überraschung der Anwesenden hatte sich ein Kandidat für den 1. Vorsitzenden gefunden. Wolfgang Strubel, der schon vorher dem Vorstand als Beisitzer angehört hatte, stellte sich für dieses Amt zur Verfügung und wurde mit großer Mehrheit gewählt. Als 2. Vorsitzende wurde die bisherige Schriftführerin Sigrid Wiesner gewählt und als neue Schriftführerin die bisherige Beisitzerin Waltraud Müller. Alter und neuer Schatzmeister ist Volker Kuth. Detlef Mühl ist neuer Beisitzer. Zwei weitere Beisitzerposten bleiben unbesetzt, da sich niemand zur Wahl stellte. Somit besteht der Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins nur noch aus 6 Mitgliedern, was sehr schade ist. Als neuer Ersatzkassenprüfer wurde Harald Schmitt gewählt.

Weitere Veranstaltungen können aktuell nicht geplant werden. Die Mitgliederzahl beläuft sich zur Zeit auf 212 Personen.

Nach einem Dankeschön in Form eines kleinen Präsents an Elke Stark für ihr Engagement beim Grillnachmittag ging man zum gemütlichen Teil über. Unermüdlich legten Ralf Johannhörster und Peter Wiesner leckere Steaks und zweierlei Würste auf den Grill. Die Mitglieder hatten selbstgemachte Salate und Kuchen mitgebracht. Man merkte, dass es für viele ein willkommener Anlass war, endlich mal wieder raus zu kommen und sich mit Leuten zu treffen, die man lange nicht mehr gesehen hatte.

Sigrid Wiesner